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Bëschofswuert fir de Weltdag vum Kranken 2010
Den 11. Februar 2010
Léif krank an al Leit, Bei Geleeënheet vum Weltdag vum Kranken wëll ech mat Iech eng Christusduerstellung kucken a meditéieren. Si ass Iech vläicht friem, ech hoffen awer, si kann Iech ganz wertvoll ginn. De Rast-Christus, och "Christus in der Rast" oder "Christus im Elend" genannt, weist de Jesus kuerz virun der Kräizigung: hie krut erlaabt, sech nach eng läschte Kéier kuerz auszerouen; hien huet keng Kleeder méi un; hie stäipt de Kapp an d’riets Hand, den Ielebou op de Knéi. Et ass en Ausdrock vun grousser Middegkeet a Niddergeschloenheet. An trotzdem ass hie gedroen vu groussem Vertrauen. Ech wënschen Iech, léif krank an al Leit, datt Dir Iech vun dëser Christusduerstellung kénnt beréiere loossen an Iech an him selwer erëmfannt. Wéi dacks fillt Dir Iech midd an um Enn, wéi dacks hutt Dir Angscht, zweifelt a wësst net, wat nach alles op Iech duerkënnt. De Poopst Benedikt XVI. seet dëst Joer a séngem Schreiwes, datt d’Erfarung vu Krankheet a Leed mat der Hëllef vum Härgott senger Gnod eng Schoul vun der Hoffnung ka ginn. De Mensch gëtt net geheelt, andeems e probéiert dem Leiden auszewäichen; villméi geet et drëm, am Leiden ze wuessen a mat Christus an duerch Hien e Sënn am Leed ze fannen. Ech hu virun Iech ganz grousse Respekt an dir sidd net vergiess. Ganz besonnech well ech Iech versëcheren datt Dir ëmmer a méngem Gebied an am Gebied vun der Kierch mat ageschloss sidd. Ech gleewen an hoffen mat Iech, ech ginn Iech mäi Seegen a bleiwen zudéifst mat Iech verbonnen. Liebe alte und kranke Brüder und Schwestern, Zu Beginn des neuen Jahres und bei Gelegenheit des 18. internationalen Tages der Kranken, möchte ich eine ernste Sorge mit Ihnen teilen. Die kommenden Monate werden für unser Land und für ganz Europa nicht einfach sein. Das hat verschiedene Ursachen, nicht zuletzt auch weltanschauliche. Viele unserer Mitmenschen setzen sich ihre Überzeugungen und Lebensauffassungen nach Lust und Laune zusammen. Echte Grundhaltungen sind selten geworden, Sicherheiten sind am Schwinden, das geistige Chaos wächst. Auch Christen leiden unter dieser Willkür und Verunsicherung; sie sind mehr denn je gefordert, sich bewusster mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen und ihn aufgeklärt und weltoffen ins Gespräch zu bringen. Liebe Kranke, besonders in den Spitälern und Altersheimen stehen Ihnen kompetente, fachlich und theologisch ausgebildete Begleiter zur Seite; einzeln und auch in den sich mehrenden interdisziplinären Palliative-Teams möchten sie mit Ihnen Fragen des Lebens und des Glaubens erörtern. Nehmen Sie ihre Hilfe in Anspruch! Sie haben ein Recht darauf, in Ihren tiefsten und bewegendsten Fragen begleitet zu werden. Sie dürfen den Anspruch geltend machen als je einmalige Körper-Geist-Seele-Wesen in allen Sparten ihrer Persönlichkeit unterstützt und begleitet zu werden, besonders auch angesichts des Todes. Es gibt keine fertigen Rezept-Lösungen für tiefe Lebens- und Glaubensprobleme. Aber als Brüder und Schwestern im Glauben können wir gemeinsam schöpfen aus dem reichen Schatz christlicher Tradition, um auf die je einmaligen Fragen stärkende Antworten zu suchen. Unter den Bedingungen unserer Gesellschaft, kommt die Seele oft nicht mit; umso mehr gilt es, die Menschlichkeit zu verwirklichen, die in Jesus erfahrbar und greifbar geworden ist. Sie sind von Ihren Familien und vielen engagierten Pflegekräften umsorgt: allen spreche ich hiermit meinen aufrichtigen Dank aus. Ich möchte Sie ermutigen, zusammen mit ihnen dem tiefsten Geheimnis, das in jedem Menschen grundgelegt ist, nach zu spüren und so Prozesse anzukurbeln, die zu verantworteten Entscheidungen und gläubiger Lebens- und Leidensbewältigung führen. Mögen Sie mutig und bewusst diesen Weg einschlagen und so selbst Zeugen eines gelebten Glaubens werden; das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen. Um Internet: Krankepastoral
18. Januar 2010
Mgr Fernand FRANCK
Archevêque de Luxembourg |
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