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Lettres pastorales / Hirtenbriefe
Auf Frieden, Gerechtigkeit und Vernunft setzen
Zur Entwicklung des Konfliktes um den Irak

Die Angst, dass ein Krieg das Ringen um den Irak als anerkannten, gerechten und friedfertigen Partner innerhalb der internationalen Gemeinschaft schroff beendigen könnte, hält zur Zeit die Weltpolitik und -öffentlichkeit in Atem. Viele Menschen und politisch Verantwortliche versuchen die Parteien zu beeinflussen und zu einer friedlichen Lösung zu bewegen. Bis auf die Straßen dringt der Ruf und der Wunsch nach einer politischen Lösung dieses internationalen Konfliktes.

Das Leid, das ein Krieg für die Bevölkerung im Irak bedeuten würde, kann kaum erahnt werden. Die durch das internationale Embargo und das einheimische Regime schwer gebeutelten Menschen kämpfen bereits seit Jahren ums Überleben. Ein Krieg würde vor allem die Schwachen und Schwächsten treffen. Er würde das Vertrauen in die internationale Gemeinschaft schwer und auf lange Zeit verletzen.

Dem Krieg mit allen Mitteln zu wehren, noch bevor er angefangen hat, ist unsere Hoffnung und unser Engagement. Wir stimmen darum gerne in den Chor der Menschen guten Willens und aller Religionen ein und laden alle Verantwortlichen ein, das in ihrer Macht Stehende zu tun, um einen Krieg zu verhindern. Mit Papst Johannes Paul II sind wird überzeugt, dass es noch möglich ist, “das unheilvolle Flackern des Konfliktes, der mit dem Einsatz aller vermeidbar ist, auszulöschen”.

Unser moralischer Appell wird getragen von der Hoffnung und dem Gebet vieler einzelner Menschen, Gemeinschaften und Gruppen. Ich lade alle Gläubigen ein, sich im Gebet das Anliegen des Friedens zueigen zu machen und vor Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, zu tragen. Er möge alle stärken, die nach gewaltfreien Lösungen suchen und nicht aufgeben wollen zu hoffen und zu glauben, dass der Krieg noch gestoppt werden kann.

So lade ich Sie, wie beim Irak-Krieg vor Jahren, zu einem„Time out“ zur Mittagszeit ein. Beten wir für den Frieden, indem wir täglich zur Mittagszeit innehalten und persönlich oder gemeinsam folgendes oder ein ähnliches Gebet sprechen:
“Gott, ewiger Vater, durch deinen Sohn Jesus Christus und auf die Fürbitte Marias, der Königin des Friedens, bitte ich dich (bitten wir dich) um Frieden im Orient und auf der ganzen Welt. Amen.”

Oder beten wir während des Tages das folgende Stoßgebet:
„Herr, schenk uns deinen Frieden!“

 
Fernand FRANCK Mgr
Archevêque . Erzbischof
 
 
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