11. Februar 2011
Mancher mag sich vorkommen wie dieses Bild : abgenützt, schadhaft, lädiert, verletzt, beschädigt. Die Erfahrung der eigenen Schwäche tut weh, die Erinnerung an die Zeit, wo man gesund und leistungsstark war, tröstet wenig. Dazu kommt, dass man auf andere angewiesen ist und sich als Last vorkommt.
Obwohl das Bild beschädigt ist, zeigt es weiterhin die Schönheit und die Güte der Gottesmutter. Die Ikone lässt ihre Gegenwart durch das Bild durchscheinen.
Der Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen. Jesus, der Sohn Gottes, ist Mensch geworden und hat sich so für immer und ganz mit den Menschen identifiziert : « Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan ».
In jedem Menschen leuchtet das Antlitz Gottes. Diese Gute Nachricht möchte ich mit Ihnen teilen : Sie haben und behalten diesen einmaligen Wert : Sie sind Ebenbild Gottes ! Mag das Bild auch abgenützt und beschädigt sein, es bleibt das Bild Gottes, das in Ihnen strahlt.
Die Dichterin Gertrud von le Fort nannte den Schmerz « Freude im dunklen Kleid ». Die Verletzungen und Beschädigungen, die das Leben Ihnen zugefügt hat, sind wie das dunkle Kleid, das sich über das Bild gelegt hat – das Bild aber bleibt und zeugt von der unverletzlichen Würde und dem einmaligen Wert Ihrer Person. Jeder Lebensabschnitt, und sei er noch so schmerzlich und dunkel, hat seine Gnade.
In Verbundenheit Ihr
_ Fernand Franck
Erzbischof von Luxemburg
L’icône endommagée
| A moins de regarder une personne et de voir la beauté en elle, nous pouvons l’aider en rien.
On n’aide pas une personne en isolant ce qui ne va pas en elle, ce qui est laid, ce qui est déformé.
C’était peut-être une beauté déformée, âbimée, mais elle était néanmoins beauté, et il faisait en sorte que cette beauté rejaillisse.
C’est ce que nous devons apprendre à faire envers les autres.
Mais, pour y parvenir, il nous faut avant tout avoir le coeur pur, des intentions pures, l’esprit ouvert, ce qui n’est pas toujours le cas ... afin de pouvoir écouter, regarder et voir la beauté cachée.
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Chacun de nous est à l’image de Dieu, et chacun de nous est semblable à une icône endommagée.
Mais si l’on nous donnait une icône endommagée par le temps, par les événements, ou profanée par la haine des hommes, nous la traiterions avec tendresse, avec révérence, le coeur brisé.
C’est à ce qui reste de sa beauté, et non à ce qui est perdu, que nous attacherions de l’importance.
Ainsi, nous devons apprendre à réagir envers chacun.
Antony Bloom, moine orthodoxe, dossier infos/SCEJI N:3-2002
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Auszüge aus der Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum XIX. Welttag der Kranken
Der Welttag der Kranken …
„Eine günstige Gelegenheit, um über das Geheimnis des Leidens nachzudenken und vor allem unsere Gemeinschaften und die Zivilgemeinschaft feinfühliger werden zu lassen“
Jedesmal wenn der Herr von seinem Leiden und Tod spricht, verstehen sie (die Jünger) es nicht, weisen es zurück, widersetzen sich. Für sie, wie auch für uns, bleibt das Leiden immer ein Mysterium, das schwer anzunehmen und zu tragen ist.
Der hl. Bernhard sagt : „Gott kann nicht leiden, aber er kann mitleiden.“ Gott ist Mensch geworden, um mit dem Menschen mit-leiden zu können, ganz real in Fleisch und Blut.
Integrale Fassung der Papstbotschaft