Die Liebe Gottes auf den Punkt bringen
Von Papst Benedikt XVI. stammt das Wort: „Wir Menschen leben entfremdet, in den salzigen Wassern des Leidens und des Todes; in einem Meer des Dunkels ohne Licht. Das Netz des Evangeliums zieht uns aus den Wassern des Todes heraus uns bringt uns ans helle Licht Gottes, zum wirklichen Leben.“
Mit diesen Worten möchte der Heilige Vater uns vor Augen führen, welch großes Gut unser Glaube, unsere Beziehung zu Jesus Christus, und durch ihn im Heiligen Geist mit dem Vater ist. Dieses Geschenk wollen wir nicht für uns behalten, wir fühlen uns gedrängt, es weiter zu geben. Wir teilen es mit Zeitgenossen aus unserer unmittelbaren Umgebung, aber auch weit darüber hinaus mit unzähligen Menschen anderer Kulturen, Nationen und Kontinente. Dass alle Menschen sich des Wunderbaren erfreuen können, das der christliche Glaube und folglich unsere Befreiung durch Christus für unser Leben darstellt, das wird uns zum spontanen Herzensanliegen. Die Liebe, die Gott uns entgegen bringt, macht uns zutiefst froh, und so reichen wir sie weiter. Damit bringen wir die Liebe Gottes auf den Punkt - das Motto des diesjährigen Missionssonntags.
In diesem Sinn möchte ich Ihnen für den Monat Oktober, der ja im Ganzen als Missionsmonat begangen wird, die Anliegen der Weltmission ans Herz legen. Darf ich Sie einladen, für unsere Schwestern und Brüder in den Jungen Kirchen zu beten und sich mit Ihnen solidarisch zu zeigen. Ich empfehle Ihnen die Werke von Missio Luxemburg, die sich in die weltweite Kette der Päpstlichen Missionswerke einreihen und einsetzen für die Verbreitung des Evangeliums.
Die berühmte Ausspruch des heiligen Augustinus möge uns beflügeln: „Liebe und tu, was du willst!“ Dann bringen wir die von Gott empfangene Liebe wirklich auf den Punkt - wenn wir sie zum Geschenk für andere werden lassen. Beschenken wir uns gegenseitig in reichem Maß, mit der unerschöpflichen Liebe Gottes!
Luxemburg, den 12. September 2005,
Fest Mariä Namen