Bischofswort zum Weltmissionssonntag am 22. Oktober 2006
In seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2006 schreibt Papst Benedikt XVI.: „Missionar zu sein heißt, sich wie der barmherzige Samariter über die Nöte aller Menschen zu beugen, besonders die der Ärmsten und Bedürftigsten, denn wer mit dem Herzen Christi liebt, sucht nicht die Verwirklichung eigennütziger Interessen, sondern allein die Herrlichkeit des Vaters und das Wohl des Nächsten. Hier liegt das Geheimnis der apostolischen Fruchtbarkeit der Missionstätigkeit, die Grenzen und Kulturen überschreitet, die Völker erreicht und sich bis an die äußersten Grenzen der Welt verbreitet.“
Mission bedeutet ja letztendlich nichts anderes, als den Gott der Liebe zu verkündigen, und zwar glaubhaft zu verkündigen, das heißt begleitet durch konkrete Taten der Liebe. Wir alle sind zu diesem Liebestun verpflichtet, in unserem unmittelbaren Umfeld, aber auch gegenüber den Christen, ja allen Menschen in der Ferne. Am Sonntag der Weltmission steht diese internationale Solidarität mit unseren Glaubensbrüdern und -schwestern im Zentrum unseres Denkens, Betens und Mühens.
Um diese weltweite Solidarität zu koodinieren, dafür steht MISSIO Luxemburg als unsere nationale Organisation, die Teil ist der weltweit sich einsetzenden Päpstlichen Missionswerke. Ihr Wirken möchte ich nachdrücklich empfehlen. Diese Solidarität spielt vor allem zu Gunsten jener, die sich selbst nicht allein helfen können, ihr Glaubens- und kirchliches Leben auf- oder auszubauen.
Möge die Liebe Gottes uns alle antreiben, unseren Mitchristen der anderen Kontinente unsere Liebe zu erweisen und uns somit in das Gefälle von Gott selbst hinein zu begeben. Dann werden wir wahrhaftige Zeuginnen und Zeugen seiner auf ein gutes Menschsein ausgerichteten Botschaft sein. Das ist Mission im besten Sinn des Wortes, denn die Liebe ist die Seele der Mission.
Luxemburg, den 8. September 2006,
Fest Mariä Geburt