Für uns Christen ist Christus der Weg zum Frieden ! Der Apostel Paulus schreibt (Eph 2,14) : „Christus ist unser Friede.“ In einer von Gewalt, Feindschaft und Missverhältnissen gezeichneten Welt stiftet er Frieden und Versöhnung durch seine heilende Solidarität mit allen Menschen, als er am Kreuz hängt und sich mit dem Allermenschlichsten, bis hin zum Schlimmsten, identifiziert. „Er riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder“, kommentiert Paulus weiter. Christus hat diesen seinen Frieden bereits gewirkt, doch müssen wir ihn stets als Lebenspiste neu wählen und als Weg neu beschreiten.
„Selig, die Frieden stiften“, sagt der Herr selbst im Evangelium (Mt 5,9). Diejenigen preist er selig, die im Großen und Kleinen, aufwändig oder diskret, Friedenszeichen setzen oder Friedensarbeit leisten. Ein solcher Friede muss die Mission, das Weiterreichen des Evangeliums, begleiten. Denn Missionsarbeit ist Friedensarbeit. Erinnern wir uns an die immense Stoßkraft von Friedensgesten und Friedensgebet : Vor zwanzig Jahren haben solche Übungen in ostdeutschen Kirchen den friedlichen Fall der Berliner Mauer eingeleitet und begleitet.
Doch braucht es für den Frieden stets neuen Einsatz. Der Arbeit in den Missionen ist dies auf die Fahne geschrieben. Für uns ist klar : Niemand anders führt zum Frieden als Jesus Christus – ein Grund mehr, ihn tatkräftig in Wort und Werk zu verkündigen. Hierbei hilft uns die Missionsorganisation MISSIO, die ich von Herzen empfehle, besonders für die Kollekte am Sonntag der Weltmission. Damit der Friede, nicht zuletzt dank unserer Hilfe und unseres Gebets, in den Missionsländern vorankommt und erfahrbar wird.
Ein Zitat vom hinduistischen Friedensapostel Mahatma Gandhi mag uns anregen : „Das Gebet schenkt uns einen Frieden, eine Kraft und einen Trost, wie nichts anderes sie geben kann. Doch muss es von Herzen kommen… Entspringt das Gebet dem Herzen, dann hat es die Kraft, ganze Berge des Elendes zu schmelzen. Wer will, kann gern seine Macht erproben.“
Reichen wir uns so den Frieden weiter !
Luxemburg, den 5. September 2009