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23. Februar 2021

Worauf bauen wir?

Weltgebetstag am 5. März 2021

Blaues Meer mit exotischen Fischen und Korallen, Traumstrände und dahinter ein tropischer Regenwald mit Überfluss an Früchten und überall freundliche Menschen: Vanuatu, 83 Inseln irgendwo zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschiinseln.

Bedrohtes Paradies

Vanuatu ist selten in den Schlagzeilen, dennoch ist uns vielleicht noch in Erinnerung, dass der Zyklon Pam im März 2015 mit über 300 km/h über die Inselgruppe hinweggefegt ist und dass es zwar wenige Tote und Verletzte gab, dass aber 90% der Häuser zerstört wurden. Außerdem liegt Vanuatu im pazifischen Feuerring, das heißt, dass die vielen aktiven Vulkane jederzeit ausbrechen können und dass regelmäßig Erdbeben drohen.

Dann sind die Inseln im pazifischen Ozean besonders stark vom Klimawandel betroffen, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher.

Kampf gegen den Klimawandel

In Vanuatu gilt seit 2 Jahren ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen. Außerdem hat Vanuatu eine Klage gegen Unternehmen und Länder eingereicht, die fossile Brennstoffe im großen Stil verbrauchen.

Keine Frau im Parlament – für mehr Chancengleichheit

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Den Frauen mehr Gehör schenken und in die Entscheidungsprozesse miteinbeziehen, denn im vanuatuischen Parlament sitzt keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der SeniorInnen kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten verkaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen.

Die Liturgie

Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. „Worauf bauen wir?“, ist das Motto des Weltgebetstags, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament - wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen die Frauen in ihrem Gottesdienst. Und dann können wir sagen: „Mit Gott bestehen wir“, so wie auf dem Landeswappen von Vanuatu steht.

Das Titelbild zum Weltgebetstag

von Juliette Pita trägt den Titel „Pam II“. Es zeigt eine Mutter, die sich schützend über ihr Kind beugt. Im Hintergrund brechen Wellen, die Palme biegt sich durch den starken Wind. Aber die starken Wurzeln - der Glauben und das Vertrauen auf Gott - geben ihr halt.

Gottesdienste

5. März

  • 15.00 Uhr: Kirche Saints Pierre-et-Paul, Beckerich
  • 16.30 Uhr: Protestantisch-Reformierte Kirche, Esch-sur-Alzette
  • 19.00 Uhr: Dreifaltigkeitskirche, 5, rue de la Congrégation, Luxemburg

Kindergottesdienst

7. März

  • 10.45 Uhr: Pfarrheim vis-à-vis Kirche Saint-Laurent, Strassen
 
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