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7. September 2020

Schaustellermesse wie noch nie

Traditionelle „Forainsmass“ am 4. September in der Glaciskapelle

Am vergangenen Freitag dem 4. September wurde die traditionelle „Forainsmass“ in der Glaciskapelle gefeiert, obwohl die Schueberfouer wegen Corona dieses Jahr nicht stattfindet. Etliche Schausteller, allen voran das Comité der Fédération Nationale des Commerçants Forains, wie auch Gemeindeverantwortliche und Freunde der Schausteller hatten es sich nicht nehmen lassen dieses jährliche Stelldichein aufrecht zu erhalten und mit zu gestalten.

„Forainsaumônier“ Patrick Muller musste dieses Jahr auf die Mithilfe ausländischer Schaustellerseelsorger-Kollegen verzichten, konnte aber auf die tatkräftige Unterstützung zweier Luxemburger Seminaristen als Diakon beziehungsweise als Organist für die Gestaltung des Gottesdienstes zurückgreifen.

Normalerweise sind Freude und Dank der Tenor dieser Messe am letzten Freitag der Schueberfouer. Dieses Jahr überwogen jedoch einerseits die Trauer darüber, dass die Fouer im 680. Jahr seit ihrer Gründung 1340 durch Jang de Blannen, Graf von Luxemburg, ausfallen musste, andererseits die Sorge um das Überleben mancher Schaustellerbetriebe und die Zukunftsperspektiven des Berufes überhaupt.

Forainsmass 04.09.2020 Glaciskapell
©Foto Lucien Koneczny (LuKo)

Trotz vieler unterstützender Initiativen der Stadt Luxemburg und des Staates, um einen Minimalbetrieb einiger Schaustellerbetriebe über das Gebiet der Stadt verteilt zu ermöglichen, ist der Ausfall der Fouer für die Forains wirtschaftlich wie moralisch ein schwerer Schlag. Im diesjährigen Schaustellergottesdienst stand deshalb das Gebet um Trost und Hilfe in der Not besonders im Vordergrund, wie auch die Solidarität und das Zusammenstehen untereinander.

Dass sie zu ihrer Pfarrkirche stehen haben die Schausteller dieses Jahr auch durch das Geschenk eines aus Holz geschnitztem Logo der Schueberfouer ausgedrückt, welches vom deutschen Schausteller Tom Wiegand gestiftet und von Gilbert Nielsen überreicht wurde. Anschließend folgte ein Umtrunk auf der Fouerplaz am einzigen dort mutterseelen allein stehenden Geschäft.

Patrick MULLER
patrick.muller cathol.lu
 
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