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Eglise 2005 / Kirche 2005
Beschlüsse der Diözesanversammlung
promulgiert auf dem Diözesanfest Echternach am 18. Juni 2000

Seit Januar 1999 haben sich die Delegierten der Diözesanversammlung auf eine Reihe von Schwerpunkten und Prioritäten für die zukünftige pastorale Planung in der Erzdiözese verständigt. Jeweils fünf prioritäre Empfehlungen der behandelten Themenbereiche Diakonie, Jugend und Kirche, Kirche in der Welt, Liturgie, Seelsorge und Zukunft des Glaubens wurden eigens ausgesondert; sie sollen zeitlich vorrangig umgesetzt werden.

Prioritäre Empfehlungen

Diakonie

Diakonie als helfender Dienst am Nächsten ist neben der Glaubensverkündigung und dem Gottesdienst eine wesentliche Lebensäußerung der Kirche.

  • Einrichtung sozialer Kommissionen in den Seelsorgeeinheiten zur Planung und Errichtung sozialer Projekte;
  • Ausbau der kirchliche Bildungsarbeit, um soziales Basiswissen zu vermitteln;
  • Intensivierung der Friedensarbeit gegen Diskriminierung, Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte;
  • Möglichkeiten einer effektiveren Zusammenarbeit auf der Ebene der Entwicklungshilfe ausschöpfen;
  • Errichtung von Orten kirchlicher Präsenz an vielbesuchten Zentren, z.B. am Bahnhof, am Flughafen.

Jugend und Kirche

Kirchliche Jugendarbeit möchte bei der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen von heute ansetzen.

  • Einrichtung von „Aumôneries“ an weiterführenden Schulen;
  • Einsatz von Teams für Jugendarbeit in den Pastoralregionen;
  • Begegnungsstätten für junge Menschen in Pfarreien bzw. Pfarrverbänden zur Verfügung zu stellen;
  • Schaffung eines Dokumentationszentrum für die Belange der Jugendpastoral;
  • Weiterbildungsangebote für ehrenamtlich Tätige in der Jugendarbeit.

Kirche in der Welt

Die Kirche ist aufgerufen, sich in die Welt von heute einzubringen - zum Wohl des Menschen und der ganzen Gesellschaft.

  • Ausbau des „Réseau pour le Travail et de la Promotion humaine“ zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in den Pastoralregionen;
  • Einrichtung einer Dienststelle zur Förderung von Dialog und Kommunikation;
  • Größere Transparenz in der Finanz- und Personalpolitik;
  • Offener Austausch bei aktuellen Themen im ethischen und theologischen Bereich und Ausarbeitung von Positionspapieren;
  • Kirchliche Präsenz im Umfeld des Bahnhofs möglich machen.

Liturgie

Eine vielfältigere, lebendigere Gottesdienstgestaltung, die sich an die Teilnehmer anpaßt, ist Ziel des zukünftigen liturgischen Tuns der Kirche.

  • Förderung der aktiven Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie; Einsetzung von „Équipes liturgiques“ in den Pfarreien;
  • Aus- und Weiterbildungsangebote für den liturgischen Bereich;
  • Wiederbelebung und Förderung einer größeren Vielfalt gottesdienstlicher Formen;
  • Erstellung eines Leitfadens hinsichtlich der Ziele und Schwerpunkte in der Sakramentenpastoral;
  • Annäherung der Sprachen- und Kulturgemeinschaften im Gottesdienst.

Seelsorge

Die Beachtung und Wahrnehmung des einzelnen mit seinen Freuden und Hoffnungen, mit seiner Trauer und seinen Ängsten sollen im Zentrum der Sorge der Kirche stehen.

  • Schaffung eines Seelsorgereferats;
  • Förderung von spiritueller Begleitung und Supervision;
  • Mitarbeiterpflege in die Arbeitsplanung einbeziehen;
  • Ausbau des ehrenamtlichen Einsatzes;
  • Offizielle kirchliche Verlautbarungen in deutscher und französischer Sprache herausgeben.

Zukunft des Glaubens

Wie kann der Glaube an die nächsten Generationen weitergegeben werden? Wie steht es um die Zukunft der christlichen Gemeinschaften vor Ort? Wie gehen wir um mit dem Rückgang an kirchlichen Berufen?

  • Ausarbeitung von Hilfen für die Einbeziehung der Eltern und Paten bei der Taufvorbereitung; Weiterbildungsangebote;
  • Belebung des Communio-Gedankens durch Glaubens- und Bibelkurse; Förderung des Miteinanders der vielen Berufungen und Verantwortungen in den Gemeinschaften;
  • Einsetzung einer Katechumenatsgruppe auf Diözesanebene;
  • Ausarbeitung eines Konzeptes für die religiöse Erziehung der Kinder und ihrer Eingliederung in die christliche Gemeinschaft; Unterstützung für die ReligionslehrerINNEN im primären und postprimären Bereich;
  • Förderung des Austauschs zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, die in Luxemburg ansässig sind.

Empfehlungen aus weiteren Texten der Diözesanversammlung

Zusatzantrag

Spendung der Krankensalbung durch Laien in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen

Hoffnungszeichen für das dritte Jahrtausend

Eine Reihe von brisanten und viel diskutierten Themen unserer Zeit auf dem Prüfstand

  • Förderung und Verbesserung der Stellung der Frau in der Kirche;
  • Zulassung der Frau zum Diakonat;
  • überdenken der Stellung der Wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche;
  • öffnung auf dem Gebiet der kirchlichen Sexualmoral.
  • Zusatzempfehlung:
  • Erlaubnis zur Spendung der Krankensalbung durch Laien in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen.

Die Vergebungsbitte der Kirche von Luxemburg, veröffentlicht am 8. März 2000

Text des Dokuments

  • Das Verhältnis der Christen zu den Juden
  • Beziehungen zur protestantischen Kirche
  • Das Feld der katholischen Moral
  • Sexualmoral
  • Frau und Kirche
  • Wiederverheiratete Geschiedene
  • Verkündigung und Pastoral
  • Katholische Kirche und Gesellschaft
 
RTF 82.1 kB, 15. April 2004
Diakonie
RTF 96.1 kB, 15. April 2004
Hoffnungszeichen für das dritte Jahrtausend
RTF 129.2 kB, 15. April 2004
Jugend und Kirche
RTF 106.9 kB, 15. April 2004
Kirche in der Welt
RTF 122.2 kB, 15. April 2004
Liturgie
RTF 166.8 kB, 15. April 2004
Seelsorge
RTF 164.3 kB, 15. April 2004
Zukunft des Glaubens
RTF 58.9 kB, 15. April 2004
Zusatzantrag
 
 
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