+Erzbistum
+Pfarrverbände
+Dienste
+Kirchliche Bewegungen
+Orden
 
Kontakt
 
Sitemap
 
Presse
 
Chargement...
Sehen Sie auch ...
 
1999
Wo ist mein Vater? Zeig mir meinen Vater!

Hören wir das verzweifelte Rufen sovieler Kinder unserer Zeit: Wo ist mein Vater? Sehen wir die bitteren Tränen in den Augen sovieler Kinder: Wo bleibt mein Vater? Fühlen wir das untröstliche Leid in den Herzen sovieler Kinder: Wo finde ich meinen Vater? Ihre Zahl wächst jeden Tag:

die vielen Kinder, deren guter Vater zu früh gestorben ist an den Folgen einer langen, unheilbaren Krankheit, eines Herzinfarkts, eines Verkehrs oder Arbeitsunfalls;

die vielen Kinder, deren Vater wegen der Arbeit immer abwesend war;

die vielen Kinder, deren Vater immer wieder lange ausbleibt und jede freie Minute an der Theke verbringt;

die vielen Kinder, deren Vater überbeschäftigt mit Hobbys aller Art keine Zeit für seine Kinder hat;

die vielen Kinder, deren Vater die Familie im Stich gelassen hat und eine neue Familie um sich gesammelt hat;

die vielen Kinder, deren Vater unbeherrscht und brutal war;

die vielen Kinder, die verängstigt, verunsichert, verzweifelt sind, weil der Vater oft zu dominant war, und den Kindern nie ein gutes, anerkennendes Wort gegeben hat;

die vielen Kinder, die enttäuscht und verbittert von zu Hause abgehauen sind;

die vielen Kinder, die in Erziehungsheimen auf ihren Vater warten;

die vielen Kinder, die in der Ferne einen Ersatzvater suchen, den sie zu Hause nicht hatten.

Verletzt haben viele Kinder es schwer, eine gesunde Vaterbeziehung zu entwickeln, und somit auch den himmlischen Vater zu erkennen und zu lieben. Zu sehr sind sie geprägt von den negativ erlebten Erfahrungen mit ihrem irdischen Vater.

Hören wir ihr verzweifeltes Schreien, das sie in vielen Arten und Weisen ausdrücken, von der Schüchternheit bis zur Gewalttätigkeit, oft ein Schreien, das aus einem ratlosen, unruhigen Herzen kommt: Zeig mir den Vater, diesen Vater, der mich liebt, der mich anerkennt, der mich annimmt, der mir ein richtungsweisendes Wort sagt; ein Vater, mit dem ich über alles sprechen kann, dem ich alles anvertrauen kann; ein Vater, der mir zur Seite steht und mich mit seiner guten Hand begleitet?

1999, das letzte Vorbereitungsjahr auf das große Jubiläum 2000, das Jahr des Vaters, möchte uns alle, auch die Verletzten und Verwundeten, die Entzweiten und Unversöhnlichen, die Nahen und Fernen, zu einer Rückkehr ins Haus des Himmlischen Vaters ermutigen. Das ist der Wunsch von Papst Joh. Paul II an uns alle, das ist auch unser Wunsch, vielen in dieser Oktave ein neues Vertrauen zu geben, aufzubrechen und ins Haus des Himmlischen Vaters zu gehen.

Dort erwartet uns ein Vater reiner Liebe und selbstloser Barmherzigkeit; ein Vater, der in Seiner Liebe so weit ging, daß Er uns Seinen Sohn gab, um uns allen Seine Güte und Seine Kraft zu offenbaren, und unseren Weg von so vielen Hindernissen zu befreien, daß wir bei Ihm zu Hause sein können.

Möge das Gebet von Papst Joh. Paul II zu diesem Jahr des Vaters im Himmel Erhörung finden:

Gepriesen seist Du, Herr, Vater im Himmel.
In Deiner unendlichen Barmherzigkeit hast Du Dich der Armseligkeit
des Menschen angenommen und uns Jesus geschenkt,
Deinen Sohn, geboren von einer Frau.
Er ist unser Retter und Freund, unser Bruder und Erlöser.
Dank sei Dir, guter Vater, für das Geschenk des Jubeljahres.

Lass es eine Zeit der Gnade werden,
ein Jahr der großen Rückkehr ins Haus des Vaters
wo Du die verlorenen Söhne erwartest,
um sie voll Liebe und Vergebung in den Arm zu nehmen
und sie an Deinen Tisch zu laden, bekleidet im Festgewand.
Dir, Vater, gebührt unser Lob immerdar!

Gütiger Vater, im Heiligen Jahr möge die Liebe zu Dir und zum Nächsten kräftig blühen; die Jünger Christi mögen Gerechtigkeit und Frieden fördern.
Den Armen werde die Frohe Botschaft verkündet
und den Kleinen und Ausgestoßenen
möge Mutter Kirche ihre besondere Liebe zeigen.
Dir, Vater, gebührt unser Lob immerdar!

 
Albert FRANCK
 
 
In dieser Rubrik
© Église catholique à LuxembourgKontakt | Webmaster Tools
 
logo

http://www.cathol.lu//prier-et-celebrer-beten-und-feiern/pelerinages-wallfahrten/octave-oktave/homelies-predigten/1999/article/wo-ist-mein-vater-zeig-mir-meinen

© Église catholique à Luxembourg
certains droits réservés