Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf ...
Stolpern, fallen, brechen, schlagen, versagen - eine sehr menschliche Erfahrung. Ich mache sie tagtäglich: in Ehe und Familie, im Büro, auf der Straße, unter Freunden und Kollegen ...
Selbst der Gerechte fällt - trotz seiner Ideale, seines ehrlichen Engagements, seines Hoffens und Glaubens. Doch er steht auf und geht aufrecht weiter. Er kann es wagen, Risiken auf sich zu nehmen, Streit auszutragen, Brücken zu schlagen, sich auf andere einzulassen. Dem Gerechten, dem Liebenden, dem Hoffenden wird das Fallen nicht zum Verhängnis, es schützt ihn vor dem eigenen Hochmut.
Wer auf den Herrn hinhört, wird nicht unfehlbar, aber er gewinnt frohe Zuversicht, überwindet Müdigkeit und Resignation, bleibt lebendig und kreativ. Er hat seinen Platz im Chor der Gerechten, die Gott und der Welt „neue Lieder“ singen.