Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst (...)
Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt : Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst (...) Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt : all die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer...
Vor einigen Jahren befasste sich eine Arbeitsgruppe deutscher Bischöfe unter der Leitung von Bischof Joseph Homeyer mit dem Thema „Handeln für die Zukunft der Schöpfung“. In der Einleitung eines dazu veröffentlichten Bischofswortes heißt es: „Das Handeln für die Zukunft der Schöpfung zählt neben der Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit sowie der Sicherung des Friedens und der Freiheit zu den großen Herausforderungen, vor die sich die Menschheit an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend gestellt sieht (...) Notwendig ist eine umfassende gesellschaftliche Erneuerung zum Schutz der ökologischen Lebensgrundlagen...“
In der Tat können und dürfen wir nicht länger wirtschaften und handeln wie bisher. Nachhaltige Entwicklung bezieht alle Teile der Gesellschaft ein. Um den Erhalt der Schöpfung zu sichern, sind alle gefordert: Bürgerinnen und Bürger, Gewerkschaften, Kirchen, Schulen, Vereine und Stiftungen, die Gemeinden und der Staat.
Demnach ist nicht nur die Politik gefordert. Eigenverantwortung für den Erhalt der Schöpfung ist ein zentraler Aspekt. So wie auch Unternehmen die Verantwortung für ihre Produkte tragen, so sind die Verbraucher(innen) verantwortlich für die Auswahl von Produkten und Dienstleistungen und deren ökologische und sozial verträgliche Nutzung.
Jede(r) von uns, ob Christ oder Nichtchrist, entscheidet durch eigenes Handeln, Tag für Tag, über die Bewahrung der Schöpfung, und damit über die eigene Zukunft und die Zukunft unserer Kinder.