Stell dich auf deine Füße, Menschensohn. Ich will mit dir reden.
Mit diesen Worten, so erzählt der biblische Schriftsteller, beruft Gott den Ezechiel zu seinem Propheten. Seit ich die Stelle entdeckte, will sie mich nicht mehr loslassen.
Wenn also Gott den Menschen anredet, soll dieser aufrecht stehen. Er soll weder im Staub kriechen noch am Boden knien, er soll weder gekrümmt noch geknechtet sein.
Welch ein Gottesbild!
Und was für ein Menschenbild?
Nicht „Kopf in den Sand“, sondern „Blick nach vorn“.
Nicht „Vom Winde verweht“, sondern „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“.
Nicht „Ich bin nicht würdig“, sondern „Ich übernehme Verantwortung“, aufrecht, auf eigenen Füßen.
Welch ein Gottesbild! Welch ein Menschenbild!