Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen nicht für uns selbst leben.
Dies schreibt der Apostel Paulus in seinem Brief an die römische Gemeinde als Aufruf zur Einmütigkeit in der Gemeinde. Jeder von uns sollte Rücksicht auf den Nächsten nehmen und sich speziell um die Schwächeren in unserer Gesellschaft kümmern.
Ob man sie nun Brüderlichkeit oder Solidarität nennt, diese Tugend ist auch heute noch sehr wichtig. Hilfsbereitschaft jeglicher Art muss eine selbstverständliche Verpflichtung sein und bleiben. Ein Beispiel für uns alle sind sicherlich die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich tagtäglich für hilfsbedürftige Mitmenschen einsetzen.
Wir erleben aber ebenfalls bei einigen unserer Mitbürger eine Inflation der persönlichen Ansprüche, die sich manchmal gegen die Allgemeinheit oder das öffentliche Wohl richten. Sie sollten sich daran erinnern, dass auch Christus nicht für sich selbst gelebt hat.