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12. Dezember 2016

Europas Bischöfe fordern ganzheitlichen Ansatz in der Armutsbekämpfung

COMECE: 119 Millionen Europäer sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht

Foto by Christophe Hubert via intranet.cathol.lu [cc by-nc-nd]

119 Millionen Europäer sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Insbesondere Kinder und Familien sind immer stärker betroffen. Die Bekämpfung dieses Missstands ist der katholischen Kirche in Europa ein besonderes Anliegen. Daher plädiert die COMECE für einen ganzheitlichen Ansatz in der Armutsbekämpfung auf europäischer Ebene und schlägt dazu Handlungsempfehlungen vor.

In Zusammenhang mit dem ersten Vorschlag der EU-Kommission zur Europäischen Säule sozialer Rechte haben die Bischöfe der COMECE am 12. Dezmber eine Erklärung zu Armut und sozialer Ausgrenzung in Europa veröffentlicht. Im Einklang mit der Forderung von Papst Franziskus nach einer sozialen Marktwirtschaft haben die Bischöfe sechs Handlungsempfehlungen erarbeitet, die sich an die EU und ihre Mitgliedsstaaten richten.

Um die strukturellen Ursachen der Armut in Europa zu beseitigen, empfiehlt die COMECE, dass die EU die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns stellt und dies „insbesondere im Rahmen des Europäischen Semesters und im Hinblick auf eine gerechte Steuerpolitik“. Die COMECE ruft die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, den sozialen Zusammenhalt in Europa auf Basis von gemeinsamen Sozialstandards zu stärken: Insbesondere heben die Bischöfe die Gewährleistung angemessener Arbeitsbedingungen und Vergütung, die Verbesserung des Bildungszugangs für benachteiligte Kinder und die Unterstützung von Alleinerziehenden hervor.

Die Erklärung haben die Bischöfe der 28 EU-Mitgliedsstatten im Rahmen ihrer Herbstvollversammlung erarbeitet, die zum Thema „Die Not der Armen in Europa und EU-Strategien zur Armutsbekämpfung“ am 26.-28. Oktober in Brüssel stattfand.

Das Dokument richtet sich insbesondere an den Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, an die Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, Marianne Thyssen, an die Mitglieder des Europaparlamentes wie auch an die künftige maltesische EU-Ratspräsidentschaft.

Im Rahmen ihres offenen und regelmäßigen Dialogs mit der EU hofft die COMECE, dass europäische Entscheidungsträger ihre Vorschläge in den kommenden Monaten aufnehmen werden.

Erklärung der Comece (12.12.2016)

www.comece.eu

 
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