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31. März 2017

„Re-thinking Europe“

COMECE-Bischöfe kündigen bei Vollversammlung gemeinsame Reflexion mit hochrangigen politischen Vertretern in Rom an

Foto: Comece

Bei der Eröffnung der Frühjahrs-Vollversammlung bekräftigte COMECE-Präsident Kardinal Marx die starke Unterstützung der katholischen Kirche für das europäische Projekt: „An der Zusammenarbeit in Europa führt kein Weg vorbei, weil dieser Weg der Zusammenarbeit der beste Weg ist, den Frieden in Europa zu erhalten, den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen durch die Globalisierung zu begegnen und wieder ein Orientierungspunkt für die Humanität zu werden, wie es sich Papst Franziskus von Europa erhofft."

Hinsichtlich des Brexit erklärte Kardinal Marx, dass die Kirche seit jeher die Einigung und den Zusammenhalt unterstützt habe und deshalb das Ausscheiden der Briten bedaure. Er habe den Eindruck, dass sich weder Briten noch Europäer der weitreichenden Konsequenzen der Entscheidung bewusst seien. „Die Trennung ist für beide Seiten schmerzhaft und auch teuer.“ Trotzdem, so betonte Marx, „wissen wir, dass wir auch weiterhin in Europa zusammengehören”.

„Als Kirche, als Christen wollen wir einen Beitrag für das Gespräch über die Zukunft Europas leisten", sagte er und verkündete, dass die COMECE aus Anlass des 60. Jahrestags der Römischen Verträge vom 27. bis 29. Oktober 2017 in Rom einen Kongress über die Zukunft der Europäischen Union veranstalten werde.

Während ihrer Vollversammlung in Brüssel, bei der die Erzdiözese Luxemburg durch Bischofsvikar Georges Hellinghausen vertreten war, befassten sich die Bischöfe der COMECE mit den Themen, die sie während des Kongresses in Rom im Oktober ansprechen wollen: die Krisen und ihre Ursachen, die soziale Dimension Europas, die verschiedenen Konzepte und Visionen Europas und der Europäischen Union.

Die Bischöfe tauschten sich mit Fachleuten aus Politik und Wissenschaft - der Europaabgeordneten Sylvie Goulard (ALDE), Professor Jérôme Jamin (Université de Liège) und Professor Luuk van Middelaar (Université Catholique Louvain-la-Neuve) – über die Bewältigung der größten Herausforderungen für heute aus.

„Als COMECE haben wir gerade in diesem und in den kommenden Jahren eine entscheidende Aufgabe. In 20, 30 oder 50 Jahren wird man auch fragen: Wo war die Kirche in den Auseinandersetzungen über die Zukunft Europas?", so Kardinal Marx. Papst Franziskus hat wiederholt den Wunsch der katholischen Kirche nach einem Austausch mit der Führung der EU aufgezeigt, insbesondere durch seine Audienz für die 27 Staats- und Regierungschefs im Vatikan. Ein großes Zeichen der Unterstützung des Heiligen Vaters ist es, dass der COMECE-Kongress gemeinsam mit dem Heiligen Stuhl organisiert und im Vatikan stattfinden wird.

Quelle: COMECE

 
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