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5. Juli 2017

Erneuerung durch Partizipation

Erzdiözese Luxemburg legt Jahresbericht 2016 vor

Unterwegs in die neuen Pfarreien

Rapport 2016 / Faits & Chiffres (PDF)

Generalvikar Leo Wagener bezeichnete das Jahr 2016 als ein Schlüsseljahr, was die geplante Neugestaltung der Pfarreienlandschaft anging. Möglichst viele Menschen sollten sich am Veränderungsprozess beteiligen und die Zukunft mitgestalten. In dem Sinne wurde den Pastoralteams ein Vademecum zugestellt mit der Aufforderung, vor Ort einen Reflexions- und Dialogprozess einzuleiten zur Zukunft der neuen Pfarrei. Die Ergebnisse, samt Namensvorschlag, wurden in einem „Zukunftsbrief“ an den Erzbischof festgehalten. An diesem Prozess beteiligten sich rund 1.200 Personen in 47 lokalen Veranstaltungen und teils sehr lebendig geführten Diskussionsabenden.

Als weitere Schwerpunkte nannte der Generalvikar das reichhaltige spirituelle und kulturelle Programm zum 350. Jubiläum der Erwählung der Trösterin der Betrübten zur Stadtpatronin, die Teilnahme von 157 Jugendlichen an den Weltjugendtagen in Krakau, der große ehrenamtliche Einsatz im Rahmen des Flüchtlingsprojektes „Reech eng Hand“, die positive Entwicklung der Fondation Sainte Irmine, die diözesanen Pilgerfahrten und lokalen Veranstaltungen zum Thema des „Jahres der Barmherzigkeit“. Darüber hinaus unterstrich Leo Wagener das unersetzliche Engagement der Frauen, sei dies in der Kranken- und Altenseelsorge, in den Pfarreien oder in kirchlichen Gremien und Bewegungen.

Vorbereitung für erneuertes Angebot der Pfarrkatechese

Der Direktor der Katechese Patrick De Rond erläuterte die anstehenden Veränderungen im Bereich der Pfarrkatechese. Im Hinblick auf deren Einführung im Herbst 2017 nahmen über 200 Mitglieder der Pastoralteams sowie engagierte Christinnen und Christen an den Vorbereitungsarbeiten teil. Ein Zyklus von sieben Abendveranstaltungen auf dem Gebiet der neuen Pfarreien bot vor Ort Gelegenheit, sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen der Pfarrkatechese auseinanderzusetzen. Auch wenn mit dem Start ein starker Fokus auf der Katechese mit Kindern und Jugendlichen liegt, so wird u.a. mit der „Katechese für alle“ deutlich, dass die katechetischen Angebote Menschen jeden Alters ansprechen.

Gesunde Entwicklung der Finanzzahlen in 2016

Der „Groupe Archevêché“ schloss das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss von 4,1 Mio. Euro ab. Dieses Ergebnis liegt zwischen dem des Jahres 2014 und dem von 2015, erläuterte Generalökonom Marc Wagener. Die Eigenmittel haben zum ersten Mal seit Erstellen des Konzernabschlusses die Messlatte von 100 Millionen Euro überschritten und belaufen sich auf 103,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. Im Verlauf des Jahres konnte auch die Nettoverschuldung gegenüber den Finanzinstituten vollständig abgebaut und in eine positive Nettoliquidität umgewandelt werden. Das Gesetz bezüglich der Vergütung der Arbeitnehmer, Mitglieder des Klerus und Laienmitarbeiter, trat am 1. September 2016 in Kraft. Erst ab dem Geschäftsjahr 2017 wird es progressiv seine Wirkung auf die Bilanz entfalten.

Luxembourg School of Religion & Society:
Zeitgemäße Glaubensvermittlung im interreligiösen Dialog

Im Centre Jean XXIII – Grand Séminaire hat sich das intellektuelle, soziale und religiöse Leben weiter stark interkonfessionell und interreligiös entwickelt. Philosophen, Politikwissen-schaftler, Religionswissenschaftler und Theologen von internationalem Rang haben in den beiden Departments der LSRS zu Fragen der Finanz- oder Friedensethik, der zeitgemäßen Glaubensvermittlung und religiösen Identität mitgearbeitet. 500 Jahre Reformation waren Gelegenheit, Prof. Margot Käßmann sowie Prof. Judith Könemann willkommen zu heißen und Glaube und Religion auch soziologisch zu überdenken. Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft haben an Executive Lunches teilgenommen. Die anglikanische Kirche hat Büros im Centre Jean XXIII; die Bibliothek des Konsistoriums der israelitischen Gemeinde wird fortan auch hier untergebracht sein. Insgesamt konnten wir 2016 mehr als 14.000 Besucher im Tagungshaus empfangen, hob Direktor Prof. Jean Ehret hervor. Kurzum: An der Luxembourg School of Religion & Society (LSRS) leben Philosophie und Theologie vom offenen, interdisziplinären und interreligiösen Dialog.

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Pressetext

Zusammen mit dem Jahresbericht „Rapport 2016 / Faits & Chiffres“ wurde der neue Flyer „Chiffres clés 2016“ veröffentlicht.

 
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