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Den emeritéierten Äerzbëschof . L’Archevêque émérite  
29. Juni 2020

Monseigneur Fernand Franck zum sechzigsten Priesterjubiläum

Am 29. Juni 1960 wurde unser emeritierter Erzbischof Msgr. Franck in Münster zum Priester geweiht

Am 29. Juni 1960, vor sechzig Jahren, wurde unser emeritierter Erzbischof Monseigneur Franck in Münster in Westfalen zum Priester geweiht. Dem Jubilar entbieten wir unsere aufrichtigen Wünsche und Gratulationen!

Fernand Franck, Jahrgang 1934, wurde nach seiner Vikarszeit in Differdingen-Foussbann 1971 Stadtpfarrer in Clausen. 1977 wurde er als Generalsekretär des päpstlichen Missionswerkes der Glaubensverbreitung nach Rom berufen. Das Generalsekretariat des Apostel-Petrus-Werkes übernahm er zusätzlich 1988. Zum zweiten Erzbischof von Luxemburg am 21. Dezember 1990 ernannt und am 2. Februar 1991 in der Kathedrale U. L. F. konsekriert, wirkte er bis Oktober 2011 segensreich als Oberhirte unserer Erzdiözese.

Klug und umsichtig führte er die einheimische Ortskirche in das 21. Jahrhundert, diskret und ohne Aufhebens um seine Person, mit großem Vertrauen in seine Berater und seinen Mitarbeiterstab. Den missionarischen Blick hat er aufgrund seiner römischen Vergangenheit sowie seines vorherigen Engagements in Luxemburg – 1969-77 war er zusätzlich Direktor des Kindermissionswerkes und 1973-77 Nationaldirektor der päpstlichen Missionswerke gewesen – beibehalten. Ebenso die internationalen Beziehungen, besonders zu Rom und Papsttum, die nicht zuletzt ein Abgleiten des Bistums ins Provinzielle verhinderten. Monseigneur Franck war und ist im besten Sinn des Wortes ein „Mann von Welt“.

Mit der Spiritualität des Miteinander-Christseins, entsprechend seiner Devise „Ut unum sint“, hat er die Luxemburger Kirche durch die längst in Gang gekommenen gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüche geführt, dabei stets rücksichtsvoll und einfühlsam und mit tiefer Menschlichkeit. Sein Episkopat war, aus heutiger Perspektive, eine Zeit des Übergangs unserer Erzdiözese in das neue gesellschaftspolitische Paradigma, das sich bereits ankündigte und nach ihm voll zum Durchbruch kam.

Doch war es auch die Periode, in der sich die katholische Gemeinschaft, mitten in den sie erfassenden Pluralisierungs- und Säkularisierungsschüben, stabilisierte und von den Früchten des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) und der IV. Luxemburger Diözesansynode (1972-81) zehren konnte. Die administrativen und seelsorglichen Strukturen wurden in seiner Amtszeit angepasst, das Laienengagement ausgebaut, neue partizipative Wirkweisen entstanden.

Msgr. Leo Wagener, Jean-Claude Kard. Hollerich, Msgr. Fernand Franck

Bis heute unterhält Monseigneur Franck viele soziale Kontakte und pflegt die Begegnungen mit Laien und Priestern. Und bis heute bleibt er in einer Kirche, die nicht selten von Turbulenzen heimgesucht wird, ein ruhender Pol, der uns allen und unserer Ortskirche guttut.

Dem hohen Jubilargeistlichen wünschen wir in unserer Mitte, bei guter Gesundheit und guter Laune und stets fröhlich (so wie bisher), noch sehr viele erfüllte und zufriedene Jahre!

Georges HELLINGHAUSEN
georges.hellinghausen cathol.lu
 
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