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Di fréier Bëscheef . Les évêques précédents  
8. Februar 2011

Joseph Philippe

(1935-1956)

Die Ernennung des aus Rollingergrund stammenden Herz-Jesu-Priesters und Generaloberen Joseph Philippe zum Bischof-Koadjutor 1935 kam völlig überraschend.

Als Diözesanbischof verwandte er sich in verstärktem Maß für eine Wiederbelebung des Exerzitienwesens und des religiösen Brauchtums. Bald nach der imposanten Willibrord-Jubiläumsfeier in Echternach (1939) brach der Zweite Weltkrieg aus, und Luxemburg kam unter die Nazi-Fremdherrschaft.

Persönlich trat Bischof Philippe der deutschen Besatzung nicht offen entgegen, um das religiös-kirchliche Leben, das sowieso nur noch in eingeschränktem Maß funktionieren konnte, nicht zu gefährden; jedoch mied er jeden Kontakt mit der Obrigkeit und traf Vorkehrungen für den Fall einer Verwaisung der Diözese. Die Kirche wurde durch die deutsche Zivilverwaltung progressiv aus dem öffentlichen Leben zurückgedrängt und ausgeschaltet: zwangsweise Aufhebung der christlichen Organisationen, Ausweisung des Religionsunterrichts aus den Schulen, Aufhebung der beschaulichen Klöster und Enteignung der aktiven Ordensgemeinschaften waren hiervon Korollarien. Die Bistumsverwaltung blieb hingegen die einzige intakte Iuxemburgische Institution während des Weltkrieges, obwohl auch sie zeitweilig in Frage gestellt und eine Deportation des Bischofs im deutschen Lager nicht unerörtert geblieben war.

Nach der Befreiung 1945 setzte sich Philippe für den Wiederaufbau der kirchlichen Einrichtungen ein. Dieses Werk wurde besonders von seinem Koadjutor und Nachfolger, dem fünften Bischof von Luxemburg, Leo Lommel aufgegriffen und weitergeführt.

Georges HELLINGHAUSEN
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