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Di fréier Bëscheef . Les évêques précédents  
8. Februar 2011

Nicolas Adames

(1870-1883)

Als 1870 das dreißig Jahre zuvor gegründete Apostolische Vikariat Luxemburg zur regulären Diözese avancierte, wurde Nikolaus Adames aus Ulflingen, nachdem er bereits seit 1848 als Apostolischer (Pro-)Vikar den Geschicken der Luxemburger Kirche vorgestanden hatte, zum ersten Bischof von Luxemburg ernannt.

Adames begünstigte die im Zuge seiner Zeit liegende Gründung vielfältiger religiöser und sozial-karitativer Vereine und ließ durch die Redemptoristen, denen er nahestand, in wiederholtem Maß Volksmissionen predigen, welche die tiefinneren, glaubensmäßigen Schichten des Luxemburger Katholizismus in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts stark formten.

Das Erscheinen des Amtsblattes „Kirchlicher Anzeiger“ (seit 1871), die Gründung des städtischen Konviktes (1872), das Einpflanzen auswärtiger Ordensgemeinschaften (z. B. der Peppinger Benediktinerinnen 1875) oder die Begünstigung einheimischer Schwesterngründungen (etwa der Zitaschwestern 1875), eine innige Beziehung zu Rom und Papsttum, die ihren Niederschlag in regelmäßigen Hirtenschreiben gefunden hat, sodann sein Einsatz für die Pflichten der Katholiken in Familie, Pfarrleben und Gesellschaft, schließlich die starke Förderung der Muttergottesverehrung, die sich u. a. im Planen der neuen Glacis-Kapelle ausdrückte (1885 vollendet): All das sind wichtige religiös-seelsorgliche Akzente in der bischöflichen Amtszeit von Nikolaus Adames. In ihr kristallisierte und festigte sich, nicht zuletzt durch große religiöse Feiern wie die Krönung des Gnadenbildes 1866, das Eigenbewusstsein des Luxemburger Katholizismus in Symbiose mit Land, Leuten und nationalem Geschehen.

Foto: Luxemburger Wort

Georges HELLINGHAUSEN
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