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Kontaktstelle für Missbrauchsopfer  
28. Februar 2019

Gemeldete Fälle sexueller Gewalt sowie Maßnahmen der Kirche und Prävention seit 2010

Anlaufstelle für Missbrauchsopfer der katholischen Kirche in Luxemburg: Quantitative Erhebung (2011-2018)

Foto der Pressekonferenz (28.2.2019)

Kontakte insgesamt zwischen 2011 und 2018: 37 / Gemeldete Fälle von Gewalt: 33

Zahl der gemeldeten Fälle sexueller Gewalt (nach Jahren)

Jahrgemeldete Fälle
2011 2
2012 11
2013 0
2014 5
2015 3
2016 1
2017 0
2018 2
Gesamt 24

Die 24 gemeldeten Fälle sexueller Gewalt beziehen sich auf folgende Zeiträume (Beginn der Übergriffe)

ZeitraumMinderjährigeErwachsene
Unbekannt 3 0
1940-1949 1 0
1950-1959 5 0
1960-1969 5 0
1970-1979 3 0
1980-1989 2 0
1990-1999 0 0
2000-2009 1 1
2010-2018 1 2
Gesamt 21 3

Geschlecht der Missbrauchsopfer

Männlich: 15 Minderjährige, 2 Erwachsene
Weiblich: 6 Minderjährige, 1 Erwachsene

Alter der Opfer (zum Zeitpunkt der Übergriffe, Beginn)

0-5 Jahre: 2 Personen
6-12 Jahre: 9 Personen
13-17 Jahre: 4 Personen
Minderjährig (ohne genaue Angaben): 6 Personen
Volljährig: 3 Personen

Täter (Mehrfachnennung möglich)

24x Priester / Ordensmann
4x Ordensfrau
1x Andere Personen
1x Unbekannt

Orte der Übergriffe (Mehrfachnennung möglich)

3x Freizeit
7x Heim / Internat
3x Kirche
1x Kloster
5x Pfarr- / Privathaus
1x Andere
4x Unbekannt

Kontaktmotiv (Mehrfachnennung möglich)

24x sexuelle Gewalt in Luxemburg
3x sexuelle Gewalt im Ausland
10x physische Gewalt
4x emotionale Misshandlungen
4x andere

Auszahlung „Anerkennung des erlittenen Leids“ in 15 Fällen (jeweils 5.000 Euro).

Maßnahmen der Kirche und Prävention seit 2010

  • 2010: Einrichtung einer Hotline für Missbrauchsopfer
  • 2010: Ernennung einer Missbrauchsbeauftragten der Kirche & Beraterstab; Wechsel der Missbrauchsbeauftragten 2014 (Beraterstab heute: 1 Theologe, 2 Psychologen, 1 Jurist)
  • 2011: Veröffentlichung von Leitlinien für den Umgang mit sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im kirchlichen Bereich
  • 2011: Einführung eines psychiatrischen Gutachtens für Seminaristen
  • Seit 2012/2013: Prävention Teil der Priesterausbildung (thematischer Kurs)
  • 2014: Aktualisierte Leitlinien veröffentlicht
  • 2016: Kirche ernennt erstmals eine Präventionsbeauftragte
  • Seit 2017: Präventionskurse für alle MitarbeiterInnen der Kirche (Klerus und Laien) im pastoralen und katechetischen Bereich (96 Teilnehmer)
  • 2018: Basisschulung in Prävention für Titularkatechet(inn)en sowie Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses Nr. 5 (Kinder- und Jugendschutz)
  • Aktuell (in Vorbereitung): „Rahmenordnung der Erzdiözese Luxemburg. Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen“, Präventionskurse für ehrenamtliche MitarbeiterInnen

Kernzahlen aus dem Abschlussbericht „Hotline Cathol“ (veröffentlicht am 18.11.2010)

  • Insgesamt 138 Gesprächspartner
  • 109 Gesprächspartner (60 % Männer) klagten über Misshandlungen in und außerhalb der Kirche
  • 100 Gesprächspartner berichteten über Gewalt im Umfeld der Kirche
  • 39 Personen meldeten sexuelle Gewalt (89 % der Opfer: 8-16 Jahre)
  • 63 Gesprächspartner klagten über körperliche Gewalt, 23 über Misshandlung oder Vernachlässigung
  • 84 % der gemeldeten Übergriffe betrafen den Zeitraum von 1950-1979
  • Kontaktmotiv (Mehrfachnennung möglich): physisch Gewalt (63 %), sexuelle Gewalt (39 %), Vernachlässigung/Misshandlung (23 %), andere (11 %)
  • Orte der Übergriffe: Heim/Internat (46 %), Schule (32 %), Pfarr-/Privathaus (12 %), Kirche (9 %)…
Kontaktstelle
für Missbrauchsopfer:

Tel. 621-676349,
fir-iech-do cathol.lu
 
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