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4. Mai 2018

„Musikalische Botschafter Brasiliens und Maranhãos“

Der „Coral São João“ aus São Luis / Maranhão gibt am Mittwoch, dem 9. Mai, um 19 Uhr ein Konzert in der Kirche in Lintgen

Der „Coral São João“ aus São Luis / Maranhão in Brasilien gibt am Mittwoch, dem 9. Mai, um 19 Uhr ein Konzert in der katholischen Kirche in Lintgen, dies zu Ehren von Pater Johann Philipp Bettendorff (1625-1698) aus Lintgen, einem der Pioniere der Heimatstadt des Chores in Brasilien.

Der Chor São João aus São Luis in Brasilien, der im letzten Jahr sein 40. Jubiläum feierte, absolviert in diesem Jahr seine achte Auslandstournee, die den Chor neben Frankreich und Belgien zum ersten Mal auch nach Luxemburg führen wird. Ziel der Darbietungen des Chores ist, das reiche kulturelle Erbe Maranhãos und seiner Menschen auch im Ausland bekannt zu machen. Die diesjährige Tournee des Chores, die von der Regierung von Maranhão durch den Staatssekretär für Kultur und Tourismus (Sectur) unterstützt wird, hat am 29. April in Paris begonnen.

„Wir sind auf einer musikalischen Mission, unseren Staat und unsere Stadt auf dieser wundervollen Tour vorzustellen. Wir werden das Beste geben unsere beliebte Maranhão-Musik und unsere Folklore wiederzugeben“, sagte der Chorleiter von São João, Fernando Moucherek, zu Beginn der Tournee. Das Repertoire besteht aus populären brasilianischen Liedern von Tom Jobim, Chico Buarque de Holanda und anderen Künstlern. Maranhensische Komponisten wie João do Vale, Chico Saldanha und Mochel werden auch auf dieser Tournee zu Ehren kommen, wobei noch Platz bleibt für das eher sakrale Repertoire von Pater José Maurício Nunes Garcia und Heitor Villa-Lobos. Eine der Höhepunkte der Konzerte ist immer, wenn sich der Chor in der Pause umzieht und in Kostümen des „Bumba-meu-boi“ Tanzes zurückkommt. Dieser in der Amazonasregion sehr populäre Folklore-Tanz stammt aus der Stadt Parintins, die einst von dem aus Lintgen stammenden Pater Bettendorff am Amazonas gegründet worden war.

Der Chor São João ist eine der ausdrucksstärksten und aktivsten Chorgesangsgruppen in Maranhão. Der Chor huldigt seiner Heimatstadt durch Musik, ebenso wie es der Luxemburger Pater Bettendorff vor 350 Jahren umgekehrt gemacht hat und in Maranhão Kirchen und Altäre wie in seiner Heimat gebaut hat. Einer seiner Altäre in der Kathedrale von São Luis, der Igreja da Sé, ziert noch heute diese größte Kirche Maranhãos, er erinnert sehr stark an den Muttergottesaltar in der Kathedrale von Luxemburg. Der Chor São João hatte im letzten Jahr auch den Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Kathedrale in ihrer Heimatstadt nach 10 Monaten Renovierungsarbeiten gesungen. Dabei war auch der Bettendorff Altar grundlegend erneuert worden. „Die Regierung des Bundesstaates freut sich, die Kultur Maranhãos durch den Chor nach Europa bringen zu können, darunter auch in den Ort von dem einer der Pioniere des Staates einst stammte“, sagte Kultur-Staatssekretär Diego Galdino zur Verabschiedung des Chores. Auch Großherzog Henri hatte bei seinem Staatsbesuch in Brasilien 2007 seine Ansprache vor dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva mit Pater Bettendorff begonnen, der als erster Europäer die Wirkung der Guaraná-Pflanze entdeckt hatte.

Der Chor besteht aus 35 Personen, darunter den Solisten Raissa Mohair und Patrícia Berto. Die Chorsänger werden von den Musikern Arlindo Carvalho (Schlagzeug) und Angélica Vieira (Klavier) begleitet. Am 9. Mai und 19:00 Uhr singt der Chor in der Kirche von Lintgen ein buntes brasilianisches Konzert, das Pater Bettendorff gewidmet statt. Freier Eintritt, Kollekte für die Reisekosten des Chores am Ausgang.

Bodo Bost

 
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