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5. Juli 2018

2017 läutet neue Zeiten ein

Erzdiözese Luxemburg legt Jahresbericht vor. Kuckt eis Billergalerie.

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Rapport 2017 / Faits & Chiffres (PDF)

Das Jahr 2017 stellt in mehrfacher Hinsicht eine herausragende Zeitmarke in der Geschichte des Erzbistums Luxemburg dar. Zum einen wurde die einstige kleingliedrige Pfarreienlandschaft mit Oktavbeginn durch eine neue Einteilung in 33 größere Pfarreien abgelöst und zum anderen wurde nach dem Wegfall des Religionsunterrichtes in der Grundschule flächendeckend eine mehrstufige Katechese für Kinder und Erwachsene eingeführt. Diese einschneidenden strukturellen und pastoralen Neuerungen verlangten von allen Beteiligten, Haupt- wie Ehrenamtlichen, einen großen persönlichen Einsatz, so Generalvikar Leo Wagener.

Weitere Höhepunkte im kirchlichen Leben waren laut dem Generalvikar u. a. der große Gottesdienst der portugiesisch-sprachigen Gläubigen in Wiltz anlässlich der 50. Fatima-Wallfahrt sowie eine Reise von 175 Jugendlichen und Betreuern mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich nach Thailand. Von Bistumsseite aus wurden die Gespräche mit der Regierung zur Gesetzesvorlage betreffend die Schaffung eines „Fonds de gestion des édifices religieux du culte catholique“ (Kierchefong) und der Abschaffung der Kirchenfabriken weitergeführt.

Unbeschadet ihrer kräftezehrenden Strukturreformen hat die katholische Kirche ihren seelsorglichen und sozial-karitativen Auftrag ernst genommen und ihren Einsatz für die Aufnahme und die Integration von Flüchtlingen konsequent ausgebaut. Erfreut zeigte sich der Generalvikar auch über die positive Entwicklung der Fondation Sainte-Irmine, die ihr Spendenaufkommen zu Gunsten verschiedener pastoraler Projekte der Erzdiözese und des Zukunftsfonds um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern konnte.

Weiterhin gesunde Entwicklung der Finanzlage

Der „Groupe Archevêché“ verbuchte im Geschäftsjahr 2017 einen Überschuss vor Steuern von 3,7 Mio. Euro, eine klare Steigerung gegenüber 2016. Nach Steuern belief sich der Überschuss 2017 auf 3,3 Mio. Euro, ein Rückgang von fast 800.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Bezüglich Eigen- und Fremdkapital hob Generalökonom Marc Wagener zwei Entwicklungen in 2017 hervor:

  • Das Eigenkapital konnte gegenüber dem Abschluss 2016 um 12 Mio. Euro gesteigert werden und liegt Ende 2017 bei 115 Mio. Euro.
  • Das Fremdkapital betreffend konnten die Bankschulden im ersten Halbjahr 2017 vollständig zurückgezahlt werden.

Die liquiden Mittel liegen Ende 2017 bei 20,4 Mio. Euro inklusive der zweckgebundenen Gelder. Der Ausblick für 2018 und die folgenden Jahre ist nach wie vor belastet durch die progressive Entfaltung der Auswirkungen des Gesetzes vom 23. Juli 2016 betreffend die Vergütung der Mitarbeiter des Erzbistums, d. h. Klerusmitglieder und Laien.

Das Wachstum eines universalen menschlichen Bewusstseins nähren

Vier Kriterien sollen Forschung und Lehre an kirchlichen Instituten laut Papst Franziskus prägen: 1. Theologizität; 2. Dialog; 3. Transdisziplinarität; 4. Internationale Vernetzung. Das trifft auf die Luxembourg School of Religion & Society (LSRS) zu, wie Direktor Prof. Jean Ehret unterstrich. Im Forschungsbereich entwickelt z. B. das Buch über Sufismus und Neues Testament einen religionsvergleichenden Ansatz; die Dissertation über die geistliche Begleitung traumatisierter Menschen verbindet pastorale Praxis, Spiritualität und Psychologie. In der Fortbildung entwickelt sich die Präventionsarbeit; die Erwachsenenbildung beschäftigte sich u. a. mit den Gottesbildern in der Bibel und im Koran oder mit der Bewahrung der Schöpfung. Die LSRS war Mitorganisator der internationalen Tagung „The Ends of the Humanities“ an der Universität Luxemburg und unterzeichnete ein Abkommen mit der theologischen Fakultät Trier. Das Tagungshaus Centre Jean XXIII konnte fast 14.000 Gäste über das Jahr willkommen heißen.

Pressetext
 
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