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21. November 2020

Christkönigssonntag

Kommentar zum 34. Sonntag im Jahreskreis von Daniel Graul (22.11.2020)

An diesem Sonntag feiern wir das Hochfest Christkönig. Es war Papst Pius XI, welcher dieses Fest einführte. Es wurde erstmals am 31. Dezember 1925 gefeiert, dann am letzten Sonntag im Oktober. Im Zuge der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde es 1970 auf den letzten Sonntag des Kierchenjahres Ende November verlegt.

Das Fest entstand also in einer Zeit von vielen politischen Unruhen. Und so kann man dieses Fest als Gegenpol gegenüber denjenigen verstehen, die ihre Macht in dieser Welt missbrauchen. Die Grundbotschaft dieses Festes ist klar und deutlich: Nur in Jesus Christus ist der wahre Friede zu finden. Bei Christus ist man wirklich frei. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. „Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal 5,1) Das Königtum Christi steht dafür, dass Gott wirklich der Herr des Lebens und unserer Geschichte ist. Christus lädt uns ein, dass wir mit ihm in eine echte Liebes- und Lebensgemeinschaft eintreten. Er will uns Würde schenken. Christus ist kein König, der uns mit Macht erobern will, sondern er will unser Herz erobern durch Geduld, Erbarmen und Liebe.

Jesus Christus tritt nicht mit Macht und Glanz auf, sondern als König läßt er sich anklagen und geht seinen Leidensweg bis hin ans Kreuz. Aber gleichzeitig gibt Christus seine Liebe zu den Menschen niemals auf. Dadurch läßt Gott sich aus dieser Welt nicht auslöschen. Das ist das wahre Gottesreich.

Es zählt nicht, was nach draußen groß wirkt und glänzt. Es ist die Liebe im doppelten Sinne, die zählt. Zuerst ist es die Liebe Gottes zu uns Menschen, in der auch wirklich jeder Mensch sich angenommen fühlen darf, und die Gott uns niemals entziehen wird. Die Liebe Gottes zu uns soll uns aber zugleich auch Vorbild sein für unser zwischenmenschliches Handeln.

Und so erinnert Jesus uns an diesem Sonntag an unsere Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit. Unsere zwischenmenschlichen Begegnungen sind entscheidend für unser Verhältnis zu Jesus Christus, denn in jedem Menschen begegnet mir auch Christus. Desweiteren, wenn ich jemandem etwas zu essen gebe, mich um Fremde, Flüchtlinge und Obdachlose sorge, Kleider spende, Kranke und Gefangene besuche, mag es für mich villeicht nicht von großer Bedeutung sein, aber es wirkt sich doch heilsam und heilvoll aus, und zwar nicht nur auf den, der empfängt, sondern auch auf mich, der gibt.

Es gibt keinen anderen Weg, um zum Christkönig zu kommen, als den, den Christus selbst gegangen ist. Auch wir Menschen müssen selbst Mensch werden für die Menschen. Wenn wir Christen diesem König nachfolgen, werden wir zu reifen, aufrechten und freien Menschen, die sich von den Trends der Massen unterscheiden. Möge Christus uns immer wieder dabei helfen, dass in uns Friede und Langmut, Liebe, Freude, Güte, Treue, Sanfmut, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung wachsen, damit sein Reich in dieser Welt wachse.

 
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