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30. April 2021

Ich bin der Weinstock, ihr die Reben!

Kommentar zum 5. Ostersonntag von Daniel Graul (2.5.2021)

Ich bin der Weinstock, ihr die Reben!

Ab und zu überfällt uns die Gewohnheit vor dem Fernseher mit der Fernbedienung hin und her zu zappen. Das tun wir dann, wenn wir uns nicht entscheiden können und uns erhoffen auf einen noch spannenderen Film zu stoßen.

Oder die Kinder beginnen mit einem Spiel. Es wirkt anfangs interessant, dann aber wird es langweilig und man beginnt ein anderes Spiel. Oder wir beginnen mehrere Arbeiten an einem Tag , aber nichts sagt uns zu. Dann mag es vorkommen, dass wir am Ende des Tages feststellen müssen, dass wir vieles begonnen, aber nichts zu Ende geführt haben. Und es überfällt einen das Gefühl, nichts gemacht zu haben und man ist unzufrieden. Der Tag hat dann irgendwie keine Früchte getragen, sondern vielleicht eher Chaos.

Ist es oft nicht so, dass es erst dann interessant und spannend wird, wenn man an einer Sache dranbleibt und nicht frühzeitig aufgibt? Jesus weiß, dass der Mensch dazu neigt, nur halbe Sachen zu machen. Denn der Mensch möchte immer Neues ausprobieren und entdecken. Es zählt oft nur das Spannende und das Interessante.

Jesus lädt uns heute ein, dranzubleiben, nicht nachzugeben sondern durchzuhalten und weiterzumachen. Besonders aber lädt Jesus uns ein, ihn nicht aus unserem Blickfeld zu verlieren und an ihm haften bleiben, damit wir ihn immer wieder besser kennenlernen und das unser ganzes Leben lang.

Diesen Wunsch drückt er mit dem Bild vom Weinstock und den Reben aus. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ (Joh 15,5) Die Wurzeln vom Weinstock greifen tief in den Boden. Von dort über die Wurzeln bekommt der Weinstock Nahrung und Kraft, damit die Reben gute Früchte bringen. Trennt man aber nun die Verbindung zwischen Weinstock und Reben, dann gehen die Reben zugrunde. Bleibt die Verbindung zwischen Reben und Weinstock erhalten und wird gepflegt, entsteht Wunderbares.

Und so hofft Jesus, dass auch wir unser Bestmögliches tun, um mit ihm verbunden zu bleiben, damit wir von ihm Kraft, Zuversicht, Hoffnung und ewiges Leben bekommen. Jesus will in uns leben, damit auch wir wachsen und Früchte hervorbringen, nach seinem Vorbild.

Der Weinstock kann sehr alt werden. Er kann Sturm, Kälte und Hitze widerstehen. Jedes Jahr bringt er seine Trauben hervor. Wer sich nicht von Jesus abwendet, sondern ihm vertraut und ihm folgt, wird die persönliche Erfahrung machen, dass Christus ihn in allen Lebenssituationen trägt.

Jesus weiß, dass wir es uns mit dem Glauben manchmal zu einfach machen oder, dass wir es uns mit dem Glauben zu schwer machen. Aber aufgeben ist für uns Christen keine Option. Darum spornt er uns an in seiner Gemeinschaft zu bleiben. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.

 
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