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12. November 2017

Management - Spiritualität

Der Wegweiser zum 32. Sonntag im Jahreskreis von Renée Schmit (12.11.17)

Heute steht die Kirche mehr denn je in der Spannung zwischen Management und Spiritualität, Organisationsentwicklung und Glaubensvertiefung*. Vom Gegenwind der Säkularisierung heimgesucht, braucht die Kirche eine neue Standfestigkeit. Jesus spricht in verschiedenen Gleichnissen von der göttlichen Kraft im Leben seiner Jünger. Für ihn ist das Reich Gottes vergleichbar mit zehn Jungfrauen, die dem Bräutigam entgegengehen. Die wachenden und die törichten Jungfrauen sind unterschiedliche Facetten der einen Kirche. – Jungfrau - ein alttestamentlicher Ausdruck mit dem Gottesmänner wie Jesaja, Jeremia, Amos oder Hosea – etliche Jahrhunderte vor Jesu Wirken – das Volk bezeichneten. Wenn Jesus sich mit diesem starken Bild an seine enge Gefolgschaft wendet, möchte er seine Zuhörer darauf aufmerksam machen, dass Glaube vor allem Begegnung mit dem Liebenden ist. 

Die hochzeitliche Dimension des Glaubens braucht die Grundhaltung der Wachsamkeit, um sich immer wieder neu dem Geheimnis des Glaubens zu öffnen. So erinnert Jesus seine Kirche daran, dass sie nicht zuerst Organisation und Mache ist, sondern lebendige Begegnung und freudige Erwartung: Deinen Tod, o Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir. Bis du kommst in Herrlichkeit.

* Kurt Koch, Bereit zum Innersten, Für eine Kirche die das Geheimnis lebt, Herder, 2003

Renée Schmit renee.schmit cathol.lu
 
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