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20. August 2021

Wie lautet unser Glaubensbekenntnis?

Kommentar zum 21. Sonntag von Daniel Graul (22.8.2021)

Angefangen hat es mit dem Brotwunder, der Speisung der 5000 am 17. Sonntag. Anschließend schloss sich die Brotrede an, wo Jesus sich selbst als „das Brot des Lebens“ darstellt. Viele verstehen diese Botschaft nicht. Somit wird Jesus mit einer Glaubenskrise seiner Jünger konfrontiert, glauben oder nicht glauben, dass Jesus das Brot des Lebens ist. Glaubenskrisen und Zweifel an Jesus gab es immer wieder und wird es auch immer wieder geben.

Auf jeden Fall, wer Jesus begegnet und sich mit ihm auf den Weg macht, muss sich früher oder später immer wieder neu entscheiden: Bleibe ich bei Jesus oder verlasse ich ihn? Einige haben schon längst mit dem Glauben abgeschlossen. Andere glauben, haben aber mit der Kirche abgeschlossen. Also stellt sich die Frage auch an uns: „Wollt auch ihr weggehen?“

Bereits im Alten Testament fordert Josua das Volk auf, sich zu entscheiden, wem es dienen will. Endlich ist das Volk im Gelobten Land angekommen. Es war kein einfacher Weg dorthin. Dort begegnet es nun auch anderen Kulturen, Traditionen und Göttern. Und es scheint als wenn das Neue Faszination hervorruft. Heute ergeht es uns nicht anders. Josua erinnert aber daran, dass JHWH mit seinem Volk Israel gegangen ist. Die Menschen erinnern sich wieder an die Treue JHWHs zu seinem Volk und erneuern feierlich den Bund mit Gott.

Eine ähnliche Situation erleben die Jünger mit Jesus. Aber hier endet es anders. Auch hier müssen die Menschen sich entscheiden. Zuerst werden sie daran erinnert, dass Gott seinen Sohn gesandt hat und er ihnen gibt, was sie zum Leben brauchen: das Brot des Lebens. Aber die Mehrheit entscheidet sich gegen Jesus. Sie gehen weg.

Nur die Zwölf bleiben. Und im Namen der Zwölf reagiert Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Und dies ist ein klares Glaubensbekenntnis. Ihr Glaube hat gute Gründe. Hier kommen die eigenen Glaubenserfahrungen zum Vorschein. Sie haben sich von Jesus ansprechen lassen. Sie haben für Jesus alles riskiert. Sie sind mit Jesus gegangen. Sie sind ins Bekenntnis hineingewachsen. Sie haben gelernt, wie Jesus und seine Botschaft ihr Leben trägt. Sie bekamen einen Vorgeschmack auf das ewige Leben.

Man wird nicht als Christ geboren. Christ wird man, indem man sich Tag für Tag für Christus entscheidet. „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“ Ich wünsche uns Christen, dass dieses Bekenntnis des Apostels Petrus auch unser Bekenntnis ist. Und es ist mehr als nur ein Glaubensbekenntnis das wir einmal auswendig gelernt haben. Es ist Ausdruck gelebten Glaubens. Darum fragen wir uns selbst: Wie klingt mein persönliches Glaubensbekenntnis? Denn worum geht es? Es geht darum, dass wir überzeugte Christen in einer lebendigen Beziehung mit Christus sind. Dieses Zeugnis würde einer missionarischen Kirche dienen.

 
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