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5. August 2018

Zeichen und Wunder – Gott möchte verstanden werden

Wegweiser zum 18. Sonntag im Jahreskreis von Martine Regenwetter (5.08.2018)

Der heutige alttestamentarische Text über die Gabe des Manna und der neutestamentliche über die Begegnung Jesu mit den Menschen, die an der sogenannten Speisung der 5 000 teilgenommen hatten, zeigen einige Ähnlichkeiten auf. Es geht beide Male um Brot, mit dem Gott und Jesus den Menschen zeigen, wie sehr Sie sich um deren Bedürfnisse kümmern, dass Sie für sie da sind. Immer.

Doch diese Botschaft haben die Menschen nicht verstanden, sie sahen ein Wunder anstatt eines Zeichens. Im Falle des Mannas sind sie bald voller Sorge, da sie nicht glauben, dass Gott auch am Sabbat für sie sorgen wird. Im neutestamentlichen Text fordern sie weitere Zeichen von Jesus, um ihm zu glauben.

Rein theologisch weiß ich, dass Gott nie müde wird, uns hinterher zu laufen, uns noch mehr Zeichen zu geben und zu seinem Wort zu stehen. Doch manchmal frage ich mich, ob wir auf all diese Güte und Fürsorge nicht mit etwas mehr tiefem Verständnis und Einsatz von unserer Seite her antworten könnten.

Vielleicht ist nun im Sommer etwas Zeit, neben dem Sommerroman auch ein bisschen in der Bibel zu lesen und uns nicht von der Sprache, die nicht mehr die unsrige ist, ablenken zu lassen, sondern uns zu fragen, was möchte Gott mir hier mitteilen, welches Zeichen gibt er mir?

Und natürlich können wir auch zur Tat schreiten und selbst Zeichen setzen, denn auch wenn wir keine Wunder vollbringen können, Zeichen können wir setzen, Zeugen Gottes können wir sein und somit andere Menschen sanft auf den Gott aufmerksam machen, der allen Hunger, jeden Durst und alle Sehnsucht stillt.

Quelle: www.wort.lu

Martine REGENWETTER
martine.regenwetter cathol.lu
 
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