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Klima . Climat  
29. Oktober 2015

Christen und der Klimawandel: Wir können mehr tun als wir denken

COMECE: Die Kirche auf dem Weg zur COP 21

Im Falle eines Erfolgs der COP 21 „darf das Abkommen nicht nur ein leeres Versprechen bleiben“, unterstrich Kardinal Marx. (Foto by Christophe Hubert [cc by-nc-nd] via phototheque.cathol.lu)

Die Verhandlungen des UN-Klimagipfels COP 21, die Ende des Jahres in Paris stattfinden werden, stellen eine große Herausforderung für den Planeten und die gesamte Menschheit dar. Dem Aufruf von Papst Franziskus folgend und als Zeichen ihres großen Einsatzes für den Klimaschutz haben sich die Bischöfe der COMECE in Paris zu ihrer Vollversammlung getroffen.

„Alle Christen haben sich auf den Weg gemacht und alle Kirchen sind mobilisiert!“ so Jean-Pierre Grallet, Erzbischof von Straßburg und französischer Delegierter in der COMECE. Er stellte eine Vielfalt von Aktionen von Christen in Frankreich und in Europa anlässlich der COP 21 vor: Pilgerreisen, Konferenzen, Fastenaktionen und Meditationen. „Wir wollen allen kirchlichen Organisationen, NGOs und den Gläubigen für dieses außergewöhnliche Engagement danken“.

„Dieser Einsatz darf auf keinen Fall nach der COP 21 im Dezember enden: Es muss weitergehen!“ betonte die ehemalige EU-Kommissarin Connie Hedegaard. Sie war eingeladen, mit Reinhard Kardinal Marx im Rahmen einer Abendkonferenz im College des Bernardins am Donnerstag, 29. Oktober, zu debattieren. Im Falle eines Erfolgs der COP 21 „darf das Abkommen nicht nur ein leeres Versprechen bleiben“, unterstrich auch Kardinal Marx. „Jeder Einzelne von uns wird diese Vereinbarungen konkretisieren müssen.“ Er betonte, dass die Kirche und die Christen die Kraft und Kreativität für alternative Lebensstile haben, die die gesamte Gesellschaft inspirieren können. „Dazu müssen die Gemeinden und christlichen Gemeinschaften nicht nur Biotope des Glaubens sein, sondern auch Biotope für neue Lebensstile.“

Es ist genau dieser „Wandel der Lebensstile“ der in einem Expertenbericht der COMECE zum Klimaschutz erwähnt wird. Dieser Bericht wurde von den COMECE-Bischöfen in Auftrag gegeben und wird Mitte November in Brüssel vorgestellt werden.

Flüchtlingsstrom als gemeinsame Aufgabe verstehen

Die Flüchtlingskrise war der zweite Hauptpunkt der Plenarversammlung. Die Europäische Bischöfe bekräftigten die am 9. September 2015 verabschiedete Erklärung, in der der Ständige Rat der COMECE betonte: „Der Flüchtlingsstrom nach Europa stellt die Staaten unseres Kontinents vor gewaltige Herausforderungen. Aber diese Herausforderungen können bewältigt werden, wenn die Europäer sie als eine gemeinsame Aufgabe verstehen und zusammenarbeiten.“ Die Bischöfe unterstrichen, dass es die Aufgabe der Regierungen der 28 Mitgliedsstaaten ist, ihre Unterschiede zu überwinden, um solidarisch und gemeinsam auf die Not von tausenden Frauen, Männern und Kindern zu reagieren, die Schutz in Europa suchen.

Nach einem Austausch über ihre Erfahrungen mit der schwierigen humanitären Lage der Asylsuchenden in ihren Ländern haben die Bischöfe der COMECE Msgr. Ägidius Zsifkovics, Bischof von Eisenstadt und österreichisches Mitglied der COMECE, beauftragt, eine Arbeitsgruppe zu koordinieren, die auf Grundlage der Erfahrungen in den verschiedenen Ländern Vorschläge für ein gemeinsames Vorgehen der Bischöfe erarbeiten soll.

Quelle: COMECE

 
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