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Faaschtenzäit 2019 . Carême 2019  
4. März 2019

„Hilf, Maria, es ist Zeit“

Wallfahrt zur Schwarzen Notmuttergottes an allen Freitagen der Fastenzeit

Die Wallfahrt zur Schwarzen Notmuttergottes im Stadtgrund während der Fastenzeit schaut auf eine lange Tradition zurück. Und auch wenn heute die Zahlen der Kirchenbesucher und auch der Wallfahrer zurückgehen, so bleibt dennoch auch die Wallfahrt zur Schwarzen Madonna ein fester Bezugspunkt im kirchlichen Leben der Stadt Luxemburg und darüber hinaus des ganzen Landes. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass auch diese alljährliche Wallfahrt ihren hohen Stellenwert hat, und ihre Beliebtheit noch immer bedeutend ist.

Mit Maria unter dem Kreuz

Es sind wohl mehrere Anziehungspunkte, die hier zusammentreffen. Da ist zum einen die Jahreszeit, in der die Wallfahrten stattfinden. Die Freitage in der Fastenzeit haben eine ganz besondere Prägung. Sie erinnern an den Tag der Passion Jesu, an seinen Kreuzestod. Sie stellen uns das Leiden und Sterben unseres Herrn vor Augen. Damit erinnern sie uns, dessen zu gedenken, was Gott für uns Menschen hier gezeigt hat: seine übergroße Liebe, die er uns erweist, indem er seinen eigenen Sohn in diesen so schmachvollen Tod hineingibt, um uns Menschen auf diesem Weg die besondere Nähe Gottes auch im menschlichen Leiden und Sterben zu zeigen; mehr noch, um uns dadurch zu erlösen, uns aus der Gefangenschaft vun Sünde und Tod zu befreien. Wenn wir dessen an den Freitagen gedenken, dann tun wir das in dankbarer Erinnerung, mit tiefem Dank für das, was „Gott an uns Großes getan hat“, wie es Maria in ihrem Magnificat besingt. Damit einher geht aber auch der Ruf zur Umkehr, der in der Fastenzeit an uns alle ergeht. Wenn Gott soviel für uns getan hat, wenn er uns Erlösung geschaffen hat, dann können wir nicht mehr so weitermachen, wie bisher, dann müssen wir umkehren, immer mehr zu den „neuen Menschen“ werden, durch die uns die Taufe machen will.

Maria, die gute Mutter und Frau

Ein zweites Element der Anziehung in den Stadtgrund ist sodann Maria selbst. Wir verehren sie als unsere Mutter und Patronin, als die „Trösterin der Betrübten“ in der Kathedrale, als die „schwarze Notmuttergottes“ im Stadtgrund. Seit Anfang der Christenheit sehen die Menschen in Maria eine gute Fürsprecherin, der sie sich in allen Situationen des Lebens, aber besonders auch in den dunklen Stunden des eigenen Lebens und der Welt vertrauensvoll zuwenden können. Ihre mütterliche Güte, die in dem liebensvollen Lächeln auf der Statue in der Sankt-Johann-Kirche zum Ausdruck kommt; ihre Haltung des barmherzigen Hinwendens zum Beter; ihre Nähe durch ihr Menschsein; ihre Sanftheit, die auch in den geschwungenen Linien der Statue sich widerspiegelt; all das schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit, die Maria ausstrahlt und die die Menschen an sie zieht, bis heute und immer noch.

Mit Maria in der Gemeinschaft der Kirche

Schließlich spielt in diese Anziehung der Wallfahrt aber sicher auch die Tradition mit hinein. Sich einzureihen in eine lange, unzählige Schar von Betern, die am Gnadenbild der Schwarzen Notmuttergottes zu allen Zeiten Trost und Hoffnung gefunden haben, ist etwas Schönes. „Wer glaubt, ist nie allein“, sagte Papst Benedikt XVI. einmal. Die Tradition der Wallfahrt schenkt uns auch die Gemeinschaft im Glauben, die Verbindung untereinander über Jahre und Jahrhunderte hinweg, das lebendige Kirche-Sein. Tradition im Glauben ist nicht etwas Verstaubtes, sondern ein Zeichen der Lebendigkeit und der Treue.

Zu Maria kommen wir

Möge die Schwarze Notmuttergottes im Stadtgrund weiterhin so der beliebte Anziehungspunkt bleiben, ein Stück Zuhause im Glauben, besonders in diesen Wochen der österlichen Bußzeit, in der wir uns neu auf Christus ausrichten mögen. Die Statue wurde seit dem 14. Jahrhundert im Franziskanerkloster auf „Knuedler“ als „Stella Coeli“, als Stern des Himmels verehrt. Ja, Maria ist der Stern, der uns den Weg zum Himmel zeigt, aber sie ist auch der Stern, der uns an sich zieht aus allen Richtungen und Wegen.


Das Programm der Wallfahrt

An allen Freitagen der Fastenzeit (8., 15., 22., 29. März und 5. u. 12. April 2019) wird um 9.00 Uhr eine Hl. Messe gefeiert im Gedächtnis der Schmerzen Mariens in den Anliegen der Pilger. Nachmittags um 14.30 Uhr findet die Kreuzwegandacht mit Predigt und sakramentalem Segen statt. Prediger ist Diakon Michel Michaely aus der Pfarrei Lëtzebuerg Notre-Dame. Die Predigten stehen unter dem Thema: „Im Tod ist das Leben – ‚Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott‘ (Jes 41,10)“

Praktische Hinweise

Die Kirche im Stadtgrund ist gut zu Fuß zu erreichen. Es wird dringend davon abgeraten, mit dem Privatwagen vor die Kirche zu gelangen, da dort nur sehr wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Man erreicht den Stadtgrund leicht aus der Oberstadt mit dem Aufzug auf dem Heilig-Geist-Plateau, und von dort ist es ein kurzer Weg über die Alzettebrücke. Die Bushaltestelle der städtischen Busse (Linie 23) ist unweit der Brücke. Pilgergruppen, welche mit dem eigenen Bus anreisen, sind gebeten, ebenfalls an der genannten Brücke auszusteigen und den Rest des Weges zu Fuß zurück zu legen.

 
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