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Assisi 2015  
7. August 2015

Auf den Spuren des großen Heiligen

80 Jugendliche und Begleiter unter Leitung von Erzbischof Jean-Claude Hollerich auf dem Weg nach Assisi

Diözesane Jugendwallfahrt zu den Wirkstätten des hl. Franziskus

„Laudato si, o mi Signore, laudato si…“ Wer kennt nicht den Ohrwurm, am Lagerfeuer mit Gitarrenbegleitung gesungen, den Sternenhimmel über sich? Beim Klang der Lieder wünschte sich vielleicht auch der ein oder andere, zu wilden Tieren zu sprechen und „froh und zufrieden durch die Lande zu ziehen“. Denn ganz ohne Zweifel, die Person des Heiligen Franziskus, die Geschichten und Legenden, die sich um ihn ranken, üben seit Generationen eine Faszination aus, die schon so manchen in ihren Bann gezogen hat.

Franziskus hat in den letzten Jahren wieder den Sprung in die Medien geschafft: Der Papst hat sich zur Überraschung vieler den Namen Franziskus gewählt und ihn zum Programm seines Pontifikats gemacht. Darüber hinaus trägt seine Enzyklika zu Fragen der Umwelt den Titel „Laudato si“. Es dürfte jedem klar sein, dass ihm beide Male jede romantische Vorstellung fernlag.

Um den Spuren dieses großen Heiligen zu folgen, hat sich vor rund zwei Wochen eine Gruppe von 80 Jugendlichen und Begleitern unter Leitung von Erzbischof Jean-Claude Hollerich auf den Weg nach Assisi gemacht. Unter der Hitze der umbrischen Sonne legten sie während einer Woche täglich ein Stück des Pilgerwegs zurück, der „via San Francesco“ genannt wird und an Orten vorbeiführt, die im Leben des Franziskus eine besondere Rolle gespielt haben: Foligno, Spoleto, Fonte Colombo, Greccio, Perugia…

Doch schnell ist die Romantik verflogen: die Hitze erschwerte das Wandern und mancher Hügel ist getränkt vom Schweiß der Pilgerinnen und Pilger aus Luxemburg. Nicht der Weg ist das Ziel und ehe die Unterkunft erreicht wurde, galt es, Ausdauer an den Tag zu legen.

Pilgern erschöpft sich aber nicht im Zurücklegen eines Stücks Weges. Unterwegs haben sich die Jugendlichen mit verschiedenen Aspekten aus dem Leben des Heiligen beschäftigt.

Die Berufung des Franziskus führte über Sackgassen und Fehlschläge, Verzweiflung und innere Kämpfe. Erst die Erfahrung von Leid – am eigenen Körper und in Gestalt der Aussätzigen seiner Zeit – und das geduldige und mühsame Hinhören auf die Stimme Gottes gaben den Anstoß zu jenem Wandel des Lebemannes Franziskus zum demütigen Diener der Armen und Verkünder des Evangeliums, der ihn heute noch Vorbild sein lässt.

Nicht jedem ist es gegeben, die Radikalität der Bekehrung des Franziskus im eigenen Leben zu vollziehen und zum Beispiel auf jeglichen Besitz zu verzichten. Die pilgernden Jugendlichen nutzten dennoch das Beispiel des Heiligen zum Nachdenken über den eigenen Lebensentwurf und zur Besinnung auf den Glauben.

Wenn die Jugendlichen dann nach einem mühsamen Aufstieg den Blick über das malerische Rieti-Tal schweifen ließen, konnten sie verschwitzt und durstig mit dem Sonnengesang einstimmen in das Lob Gottes durch Bruder Sonne und Schwester Wasser.

Während der zweiten Woche ihrer Pilgerreise besuchten die Jugendlichen die Wirkstätten des Heiligen Franziskus und seiner ersten Gefährtinnen und Gefährten in Assisi. Franziskus war kein Einzelgänger, vielmehr hat er eine Gemeinschaft von Menschen zusammengerufen, die innerhalb der Kirche nach denselben gemeinsamen Idealen leben wollten.

Als Zeichen, dass sie ähnlich wie Franziskus als lebendige Steine beim Aufbau der Kirche helfen wollen, haben vier junge Pilgerinnen in Assisi das Sakrament der Firmung empfangen. So führen die Spuren des Heiligen über die staubigen Wege Umbriens hinaus auch nach Luxemburg.

Uwe Franzen
Fotos: Christophe Hubert (Service Communication et Presse) und Marc Loewen

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