Der Bischof führt in regelmäßigen Abständen Visitationen der Pfarreien seiner Diözese durch. Im Rahmen dieser Amtshandlung werden der Zustand der Finanzen und Gebäude geprüft, das Gemeindeleben betrachtet, ehrenamtliches Engagement gewürdigt und der Glaube der Pfarrangehörigen gestärkt. Diese Überprüfungen der geistlichen wie materiellen Situation der Pfarreien werden in Visitationsberichten sorgfältig dokumentiert.
Der Bestand GV.Visitationen vereinigt die Berichte über die bischöflichen Visitationen der Pfarreien seit dem Jahr 1570. Die ältesten Berichte liegen lediglich in späterer Abschrift oder als Transkription vor. Die zugrundeliegenden Ausfertigungen sind in den jeweiligen Bistumsarchiven in Trier und Lüttich zu suchen, welche vor der Eigenständigkeit der Kirche in Luxemburg für die Pfarreien zuständig waren. Die Originalüberlieferung im Diözesanarchiv Luxemburg setzt mit einer zeitgenössischen Zweitschrift der Visitationsberichte für die Pfarreien des Landkapitels Mersch aus den Jahren 1729/30 ein.
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