Erster Jahrestag des Pontifikats von Papst Leo XIV
Monsignore Franco Coppola, Apostolischer Nuntius für Luxemburg, hielt eine Dankesmesse.
Am Abend des 5. Juli versammelte sich in der Kathedrale die kirchliche Gemeinschaft Luxemburgs auf Einladung von Monsignore Franco Coppola, dem Apostolischen Nuntius für Luxemburg, um am Hochfest der Heiligen Petrus und Paulus den ersten Jahrestag des Pontifikats von Leo XIV. zu feiern.
Im Mittelpunkt des Evangeliums dieses Hochfestes steht die Frage, die Jesus seinen Jüngern stellt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ (Mt 16,15). Wie der Apostolische Nuntius Monsignore Franco Coppola in seiner Predigt hervorhob, richtet sich diese Frage nicht nur an die Jünger damals, sondern an jeden Menschen zu jeder Zeit. Denn der christliche Glaube erschöpft sich nicht im Wissen über Christus oder im Bekenntnis zu Glaubenssätzen. Er lebt aus der persönlichen Beziehung mit dem Herrn und aus der Antwort des Herzens auf seinen Ruf.
Auf diese Frage antwortet Simon Petrus stellvertretend für die Jünger: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ (Mt 16,16). Jesus macht deutlich, dass dieses Bekenntnis nicht menschlicher Einsicht entspringt: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Weil Petrus sich für das Wirken der Gnade geöffnet hat, kann Christus ihm den Auftrag anvertrauen, auf diesem Glauben seine Kirche zu bauen. Nicht menschliche Stärke ist das Fundament der Kirche, sondern Gottes Wirken im Menschen, der sich ihm anvertraut.
Am Beispiel der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus zeigte Monsignore Coppola, dass jede christliche Berufung, jeder Dienst in der Kirche und jede Treue zum Evangelium ihren Ursprung in der Gnade Gottes haben. Wie Petrus sind auch wir eingeladen, auf die Frage Jesu mit einem persönlichen Glaubensbekenntnis zu antworten. Und wie Paulus dürfen wir darauf vertrauen, dass der Herr uns auf unserem Weg nicht verlässt, sondern uns stärkt und trägt bis ans Ziel.
Vor dem päpstlichen Segen und der Gewährung des vollkommenen Ablasses lud der Apostolische Nuntius die Gläubigen ein, für die Achtung und den Schutz jedes menschlichen Lebens zu beten. Er griff dabei das Gebetsanliegen von Papst Leo XIV. für den Monat Juli auf. Angesichts von jährlich rund 73 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen weltweit und der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz der Sterbehilfe sei diese Bitte von besonderer Dringlichkeit. Der Papst erinnert daran, dass jeder Mensch ein heiliges Geschenk Gottes ist – vom ersten Augenblick seines Daseins bis zum letzten Atemzug seines irdischen Lebens.
Vor dem päpstlichen Segen und der Gewährung des vollkommenen Ablasses bat der Nuntius die Versammelten, für die Achtung des menschlichen Lebens zu beten, und verwies dabei auf den vom Papst für das Gebetsanliegen des Monats Juli vorgegebenen Text. Das vom Heiligen Vater gewählte Thema ist schmerzlich aktuell, da weltweit jedes Jahr 73 Millionen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden und die Sterbehilfe schleichend die Vorstellung verbreitet, ein menschliches Leben könne nutzlos werden. „Jeder Mensch ist ein heiliges Geschenk (…) vom ersten Augenblick seiner Existenz bis zum letzten Atemzug seines Weges auf Erden.“
Gebetsmeinungen des Papstes - Für den Respekt des menschlichen Lebens
Herr des Lebens, aus Liebe hast Du uns geschaffen und zu einem Leben in Fülle berufen. Jede Person ist ein heiliges Geschenk, das Dein Anlitz widerspiegelt – vom ersten Augenblick ihrer Existenz bis zum letzten Atemzug ihre irdischen Pilgerwegs.
Heute bitten wir Dich um die Gnade, den einizgartigen und unverwechselbaren Wert jedes menschlichen Lebens zu erkennen und zu bewahren.
Lehre uns, das Leben ohne Vorbehalte anzunehmen,
mit Zärtlichkeit für die Zerbrechlichen da zu sein,
jeden Lebensabschnitt mit Respekt zu begleiten
und mutig für jene einzutreten, die keine Stimme haben.Vergib uns, Herr,
wenn wir der Gleichgültigkeit oder der Kultur des Wegwerfens verfallen,
wenn wir im anderen Menschen nicht mehr ein Wesen erkennen, das Deiner Liebe würdig ist.Schenke uns ein neues Herz,
das sich stets für das Leben entscheidet,
und großzügige Hände, die es durch konkrete Taten schützen.Lass Deine Kirche ein lebendiges Zeugnis des Evangeliums vom Leben sein,
ein offenes Zuhause, in dem jedes Leben gefeiert wird,
in dem niemand als überflüssig gilt
und die Würde jedes Menschen stets geachtet und geschützt wird.Herr Jesus,
lass uns das Leben so lieben, wie Du es liebst:
mit Zärtlichkeit, Treue und Hingabe.
Lass uns in Wort und Tat verkünden,
dass jedes menschliche Leben den ganzen Einsatz unserer selbst wert ist.Amen.
In roten Gewändern, der Farbe der Märtyrer, waren unter den zahlreichen anwesenden Priestern rund um den Altar Weihbischof Leo Wagener, Kanonikus Patrick Muller, Generalvikar, und Dom Michel Jorrot, Abt von Clervaux, zu erkennen. An der Seite von Kardinal Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, nahmen Monsignore Georges Hellinghausen, Propst des Domkapitels, Kanonikus Tom Kerger, Domseelsorger, und Kanonikus Simone Raponi an der Messe teil. Hinter ihnen standen Vertreter anderer christlicher Konfessionen: Pfarrer Volker Beba von der Protestantischen Kirche Luxemburgs, Pater Ion Tirgoala von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, Pater Zoran Radivojevic von der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Pater Panagiotis Moschonas von der Griechisch-Orthodoxen Kirche und Reverend Canon Geoffrey Read von der Anglikanischen Kirche Luxemburgs. Im Kirchenschiff befanden sich etwa zwanzig Ritter und Damen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem neben zahlreichen Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft.
Dieser Artikel wurde mithilfe einer KI-Software aus dem Französischen übersetzt und anschließend Korrektur gelesen und überarbeitet, um die Richtigkeit und die redaktionelle Qualität zu gewährleisten.
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